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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
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Ingeborg Schemper-Sparholz Rudolf von Eitelberger und die bürgerliche F rauenbewegung Der vorliegende Beitrag widmet sich erstmals der Position Eitelbergers im Kontext der bürgerlichen Frauenbewegung und betrachtet damit eine Facette seines Wirkens, die bislang nur in der Genderforschung und dort zumeist mit ironischem Unterton behan- delt wurde.1 Es ist dies ein Thema, das eng mit seiner noch wenig erforschten Biografie verknüpft ist, weshalb der Fokus auf seine Netzwerke im Kreise etablierter Frauenfigu- ren gelegt und der sukzessive Wandel seiner Stellung zur Frauenfrage im Kunstbetrieb betrachtet wird. In seinem Nachruf auf den verstorbenen Rudolf von Eitelberger schreibt Jacob von Falke in der Wiener Zeitung von 1885 : [Die] ersten Jahre des Museums [waren] auch die besten und gesündesten seines Lebens. Gleichzeitig der Eröffnung des Museums hatte er sich wieder verheiratet, und zwar mit der Tochter seines Collegen an der Universität, des Professors Lott, und er erfreute sich nun auch der häuslichen Pflege, Gemüthlichkeit und Behaglichkeit, die er seit dem Tod seiner ersten Frau lange entbehrt hatte.2 Die Erwähnung beider Gattinnen ist zwar keine Selbstverständlichkeit, aber aus genderhistorischer Perspektive bezeichnend für die Haltung Falkes zur Stellung der Frau. Kein Wort verliert er darüber, dass Jeanette Lott ihren Mann engagiert bei sei- nen Bestrebungen zur Verbesserung des Kunstgewerbes im Metier der Kunststickerei unterstützte, dass sie ihm bei seiner umfangreichen Korrespondenz in Zusammenhang 1 G. Barth-Scalmani/M. Friedrich, Frauen auf der Wiener Weltausstellung von 1873. Blick auf die Bühne und hinter die Kulissen, in : B. Mazohl-Wallnig (Hg.), Bürgerliche Frauenkultur im 19.  Jahrhundert, Wien 1995, S. 175–232, hier S.  187 : »Tischgespräche des Ehepaares Eitelberger sind natürlich nicht erhalten, dennoch aber kann  – streng positivistisch betrachtet  – zwischen der Mitgliedschaft Jeanette von Eitelbergers beim Frauenerwerbsverein und dem Aufgreifen der Idee, Frauenarbeiten auf der Ausstellung zu thematisieren, durch das Komitee, in welchem Rudolf von Eitelberger eine bedeutende Rolle spielte, eine Verbindung gesehen werden.« 2 J. von Falke, Rudolf von Eitelberger, Nekrolog (II), in : Wiener Zeitung, Nr.  115, 21.05.1885, S.  3–5, hier S.  5.
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg