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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
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400 Ingeborg Schemper-Sparholz unterstützte als solcher die von Franz Serafin Exner und Hermann Bonitz forcierte Gymnasialreform. Die Geschwister von Jeanette  – drei Brüder und eine Schwester  – waren ebenso tief in der Wiener intellektuellen Gesellschaft verwurzelt. Gustav Chris- tian Lott (1843–1909) arbeitete als Universitätsprofessor für Gynäkologie an der hie- sigen Universität, Julius Lott (1836–1883) war als Eisenbahningenieur maßgeblich am Bau der Arlbergbahn beteiligt und erhielt ebendort letztlich ein Ehrendenkmal. Des- sen Gattin Auguste kann als Mitglied des WFEV nachgewiesen werden. Theodor Lott hatte die Position eines Sekretärs an der Akademie der bildenden Künste inne und war im Rahmen der Weltausstellung in Wien 1873 für das Druckereiwesen zuständig. Die he- rausragende Position des Rektors der Wiener Universität bekleidete ab 1880 zudem der von der Schwester Jeanettes, Marie Lott, geehelichte Historiker Ottokar Lorenz. Die- sem Zirkel zugehörig, engagierte sich Jeanette Lott von 1867 bis 1909 aktiv im WFEV, dem sie, wie erwähnt, ab 1873 als Präsidentin vorstand. In ihrem Testament vom 23. Januar 1905 vermacht sie dem WFEV 500  Kronen.11 Über den Bruder seiner ersten Ehefrau, Moritz Lederer, waren für Eitelberger zu- sätzlich auch grundlegende Kontakte zu einem zentralen Kulturzirkel unter weiblicher Regie, dem Wiener Salon der Josephine Wertheimstein (1820–1894) gegeben, in dem auch Ferdinand von Saar verkehrte, der, wie schon erwähnt, ebenso mit einer Lede- rer-Tochter verheiratet war. Josephine Wertheimstein war die Schwester des Altphilo- logen Theodor Gomperz (1832–1912). Eine treffende Charakterisierung dieses Salons im Vergleich zum Zirkel Littrows bietet Dora Stockert-Meynert, die Tochter Theodor Meynerts, eines Lehrers Sigmund Freuds und Professors für Psychiatrie an der Uni- versität Wien : Zwischen den beiden vornehmen Wiener Salons Littrow und Wertheimstein hat bei aller Freundschaft, die die Damen einander bekundeten, doch immer eine Art von Rivalität bestan- den, da sie zur Hauptsache dieselben Kreise umschlossen : nämlich die Kunst- und Geisteswelt Wiens.12 Ein weiterer Salon, der die Verbindung zum Hochadel darstellt, muss in Zusammen- hang mit Eitelberger unbedingt genannt werden. Ein Großteil der Briefe an Eitelberger stammt von Fürstin Marie von Hohenlohe-Schillingsfürst. Eine systematische Auswer- tung bleibt ein Desiderat der Forschung, bislang hat sich lediglich Elisabeth Springer 11 Testament von Jeanette von Eitelberger, Wiener Stadt- und Landesarchiv, Signatur : 3.1.4.A1.E4.1. 12 D. Stockert-Meynert, Theodor Meynert und seine Zeit. Zur Geistesgeschichte Österreichs in der 2.  Hälfte des 19.  Jahrhunderts, Wien/Leipzig 1930, S.  163. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia RĂĽdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg