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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 408 -
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408 Ingeborg Schemper-Sparholz wina (Ornamentales Zeichnen) und Ludwig Minnigerode (Figurales Zeichnen), deren Lehrzeit in die 1870er Jahre fällt, erlaubt, die Skizze in die Zeit der Übersiedlung der Kunstgewerbeschule aus der ehemaligen Gewehrfabrik in der Währingerstraße in das neue Haus am Stubenring einzuordnen (Abb.  11, 12). Wie die Reaktion Eitelbergers 1872 belegt, gab es auch die Forderung von Frauen nach Aufnahme in Fachklassen : »es möchte für sie [Mädchen] eine Fachschule für figu- rales Zeichnen und Malen in derselben Weise errichtet werden, wie es für die Zöglinge des männlichen Geschlechtes der Fall ist.«27 Dem wurde seitens des Ministeriums aber nicht stattgegeben. Wie stark die Bemühungen um Zugänglichkeit der Kunstgewer- beschule für Frauen mit der Person Eitelbergers verknüpft waren, ist daran zu erken- nen, dass 1886, ein Jahr nach seinem Tod, die Aufnahme von Frauen gänzlich untersagt wurde. Es blieben ihnen letztlich wieder nur die Privatateliers. Die Wiener Weltausstellung 1873 und die Ausstellung von Frauenarbeiten Wie bereits die Historikerinnen Gunda Barth-Scalmani und Margret Friedrich aus- führten, liegt zwischen der Mitgliedschaft Jeanette von Eitelbergers im WFEV und der Idee, Frauenarbeit auf der Wiener Weltausstellung zu präsentieren, offensichtlich ein kausaler Zusammenhang.28 Der Nationalökonom Carl Thomas Richter  – wie erwähnt dem WFEV eng verbunden  – wird 1873 den umfassendsten Kommentar zu den Frau- enarbeiten auf der Weltausstellung verfassen. Die Ziele des WFEV verbanden sich natürlich auch mit dem Wunsch Eitelbergers nach der Förderung des Kunstgewerbes. Als Mitglied der Kommission zur Präsentation des Erziehungs-, Unterrichts- und Bildungswesens brachte Eitelberger den Vorschlag ein, eine eigene Ausstellung von Frauenarbeiten zu organisieren. Dabei sollte ein Bild der unterschiedlichen Bereiche von Frauenarbeit skizziert werden, die, wie ursprünglich geplant, mehrere Sektionen umschließen sollten. Überliefert ist dieses ursprüngliche Konzept in der Wiener Weltausstellungszeitung vom 3.  Mai 1872 : a.  Die Ausstellung der Schulen für das weibliche Geschlecht, gleichgiltig ob diese Schulen öffentliche oder private sind ; b.  die Ausstellung der Frauenarbeit als : nationale oder sonst dem Orte eigenthümliche und nicht für den Weltmarkt bestimmte Hausindustrie ; 27 Eitelberger, Zur Regelung des Kunstunterrichts (zit. Anm.  6), S.  60. 28 Barth-Scalmani/Friedrich, Frauen auf der Wiener Weltausstellung von 1873 (zit. Anm.  1), S.  186. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg