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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 418 -
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418 Elisabeth Ziemer Guhl (1819–1862) und Karl Frenzel (1827–1914). Neu dazu stießen der Kunsthisto- riker Hermann Weiß (1822–1897)  – ein Freund aus dem Tunnel über der Spree  –, der junge Wilhelm Lübke (1826–1893) und Johann David Passavant (1787–1861) aus Frankfurt, Rudolf Wiegmann (1804–1865) aus Düsseldorf und Heinrich Schulz (1808– 1855) aus Dresden. Damit waren am Kunstblatt eine Reihe der bekanntesten deutschen Kunsthistoriker versammelt. Eitelbergers Beiträge : Kritik und Reformvorschläge zur Kunstpolitik Eitelberger, 1848 ein Gegner Metternichs und kurzzeitiger Redakteur des politischen Teils der Wiener Zeitung, suchte geschickt in der folgenden Reaktionszeit unter der Ägide des Unterrichtsministers Graf Leo Thun (1811–1888) und dessen Bruder und Kunstreferenten Franz Thun (1809–1870) zusammen mit Melly und Gustav Heider (1819–1897) kulturpolitische Reformen durchzusetzen. Melly entwarf dafür die Denk- schriften, Heider, dem es 1850 gelang, zunächst im Handels-, dann im Unterrichts- ministerium eine Stelle zu bekommen, unterstützte die Vorhaben in der Verwaltung. Ein gut aufgestelltes Netzwerk, das das ausländische Kunstblatt für seine Ziele einsetzte (Abb.  4, 5, 6). Elisabeth Springer vermutete bereits, dass sich die drei Freunde (bei ei- ner von Springer unterstellten Konkurrenz zwischen Eitelberger und Melly) in ihren Tätigkeitsgebieten absprachen.10 Das und mehr noch die aktive Förderung ihrer ge- genseitigen Vorhaben wird von Eitelbergers Beiträgen bestätigt.11 Irritationen zwischen Melly und Eitelberger entstanden aber, wie wir sehen werden, durch Mellys schroffe Polemiken, die die Umsetzung ihrer gemeinsamen kulturpolitischen Ziele gefährdeten. Eitelbergers Beiträge informierten über Ausstellungen im In- und Ausland, über lau- fende Bauvorhaben wie die Altlerchenfelder Kirche, das Arsenal, Giebelarbeiten am Stephansdom ; in einer regelrechten Kampagne machte er die Votivkirche zum Prüf- 10 E. Springer, Zur wissenschaftlichen und kulturpolitischen Tätigkeit Eduard Mellys, in : Mitteilun- gen des Österreichischen Staatsarchivs, 30, 1977, S.  95. 11 Eitelberger informierte über ihre Aktivitäten und machte fleißig Reklame für ihre Publikationen, z. B. im Kunstblatt, I, Nr.  4, 28.01.1850, S.  29 (Korrespondenz) : Heider, der jüngst eine Broschüre über Tiersymbolik geschrieben habe, sei von der Akademie ins Ministerium der Bauten gewechselt. In Nr.  6 vom 11.02.1850, S.  46 (Korrespondenz) kündigte er Mellys Monografie über das Riesentor der Stephanskirche an. In Nr.  46 vom 13.11.1852 (Kunstbericht aus Wien II., anonym), hieß es auf S.  393 : »Von archäologischer Literatur stehen im Laufe des Winters zwei Publikationen in Aus- sicht : von Dr. E. Melly der zweite Band der ›österreichischen Siegelkunde‹ und von Dr. G. Heider eine mit Xylographieen versehene Monographie über die mit höchst interessanten Bildwerken ge- schmückte Kirche von Schöngrabern.« Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg