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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 421 -
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Rudolf von Eitelberger und das Berliner Netzwerk des Deutschen Kunstblattes 421 Februar 1856 an Eggers, nachdem Graf Leo Thun das Konkordat mit dem Papst ab- geschlossen hatte : Es geht alles in bleierner Mittelmäßigkeit, an der Akademie nim[m]t der Jesuitismus, der in die- sem Jahre im großen Maßstabe staatlich in Gymnasien organisiert wird, überhand ; es wird eine Imaculata nach der anderen gemacht, u Franz Th. macht Fehlgriffe, einen nach dem an- dern, u sitzt gegenwärtig zwischen zwei Stühlen, dem hypermodernen öst. Kunstverein u der Jesuitenparthei unter den Künstlern. Ich werde Ihnen demnächst ausführlich schreiben, damit Sie im Kunstblatte etwas thun können, die ak. Lethargie zu verscheuchen u den dortigen Sak- risteigeruch zu vertreiben.14 Im Folgenden soll der strategische Einfluss von Eitelberger auf zwei Institutionen, die Akademie der bildenden Künste und die Central-Commission zur Erforschung und Erhal- tung der Baudenkmale, im Detail dargestellt werden. Es ist zu zeigen, wie er das Wiener Netzwerk mit dem Berliner verknüpfte und der österreichischen Kunstgeschichte in der deutschsprachigen kunstwissenschaftlichen Arena zum Durchbruch verhalf. Die Reform der Akademie der bildenden Künste Schon im März 1848 hatte Melly in einer Flugschrift die Reform der Akademie gefor- dert ; im Dezember 1849 legte er im Auftrag des Innenministers Alexander von Bach eine diesbezügliche Denkschrift vor. Für das zu bildende Reformkomitee empfahl er, allerdings erfolglos, u. a. Eitelberger, Heider und sich selbst.15 Eitelberger begleitete den Prozess jedoch kontinuierlich im Kunstblatt und forderte Veränderungen personeller, struktureller und technischer Art.16 Als Franz Thun im November 1850 mit der Um- setzung der Reformen begann, gelangte Eitelberger in die provisorische Leitung der Akademie, übernahm die Vorlesungen über Kunst- und Weltgeschichte und die Katalo- gisierung ihrer Kunstsammlungen. Sich als außenstehender Beobachter camouflierend, kommentierte Eitelberger im Kunstblatt : »Mit der Reform der hiesigen Akademie der bildenden Künste wird es nun 14 Eitelberger an Eggers, o.  O., o.  D. (Wien, Anfang Februar 1856). 15 Springer, Melly (zit. Anm.  10), S.  88 f. 16 Im Kunstblatt, 1, Nr.  9 vom 04.03.1850 berichtete er unter »*Wien, 18.  Febr.«, dass »heute« im Unterrichtsministerium die Beratungen über die Reform der Akademie der bildenden Künste be- gonnen hätten. Er nannte die Mitglieder des Comités, die sich mit der von Minister Thun vorgeleg- ten Denkschrift beschäftigen sollten.
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg