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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 426 -
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426 Elisabeth Ziemer Bevor wir uns der genannten Kommission zuwenden, sei noch ein Blick auf die Ver- änderungen an der Akademie geworfen, die Eitelberger und seinen Mitstreitern bei der Herausgabe kunsthistorischer Werke zugutekommen sollten. Die grafischen Künste und ihre Förderung an der Akademie Eitelberger blieb der Akademie auch nach seinem Abgang eng verbunden, da er ihre Kunstsammlungen für seine Vorlesungen nutzte und Vorschläge zur weiteren Verbesse- rung einreichte.35 Die Qualifizierung der grafischen Ausbildung lag ihm dabei beson- ders am Herzen, denn : »Kein Zweig der bildenden Künste befindet sich wie in Wien so in der ganzen österreichischen Monarchie auf einer so niederen Stufe, als jener der Illustrationen.«36 Ende 1854 konnte Eitelberger erste Erfolge vermelden. Aus Anlass der Hochzeit von Kaiser Franz Joseph mit Elisabeth von Bayern (27.  April 1854) stellten  – angeregt von Direktor Ruben  – Professoren der Akademie zusammen mit Meisterschülern ein Gebetbuch für die Kaiserin im Stil des 15.  Jahrhunderts her. Das Prachtwerk wurde ihr im Dezember feierlich überreicht. Kunst und Handwerk, schrieb Eitelberger, würden einen wahren Triumph feiern : Jeder hat sein Bestes gethan, alle waren bestrebt, mit diesem Werke für die Akademie einen Sieg zu erfechten. […] So viel ist gewiß, die vielgeschmähte, vielfach angegriffene Wiener Akademie hat gezeigt, was sie mit vereinten Kräften zu leisten vermag, wenn diese Kräfte ge- hörig geleitet und zweckmäßig verwendet werden. […] Sie bedarf noch Verbesserungen,  – wer kann das läugnen ?  – Eine Akademie reformiren, eine im Stagniren begriffene Kunst empor- heben, kann man nicht in Einem Jahre, nicht mit Einem Schlage. Aber das kann man mit gutem Gewissen sagen, wie in ganz Oesterreich, ist in ihr ein Aufwärts- und Vorwärtsstreben bemerkbar.37 Um den Aufschwung der Kunst zu beschleunigen und Nachwuchskräften mehr An- reize zu bieten, wurden an der Akademie wieder Stipendien verliehen38 und ebenso un- 35 Eitelberger an Leo Thun, Wien, 01.01.1853, im Nachlass Leo Thun, Leitmeritz, A3  XXI  D188. 1872 erhielt er schließlich den Auftrag zu ihrer erneuten Reorganisation. 36 Kunstblatt, 7, Nr.  15, 10.04.1856, S.  128 f., »Das Illustrationswesen in Oesterreich und die illustrir- ten Werke für den Volksunterricht«, gezeichnet »N.  O.«, hier S.  128. 37 Das Gebetbuch der Kaiserin von Oesterreich, in : Kunstblatt, 5, Nr.  51, 21.12.1854, S.  447 f., hier S.  448. 38 Korrespondenz [Reformen an der Akademie], in : Kunstblatt, 7, Nr.  11, 13.03.1856, S.  98 f. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg