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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 433 -
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Rudolf von Eitelberger und das Berliner Netzwerk des Deutschen Kunstblattes 433 Österreichs Beitrag zur kunstwissenschaftlichen Illustration Interessant ist nun, wie Lübke, der zu Recht als Promotor des illustrierten kunstwissen- schaftlichen Buches gilt und sogar von sich behauptete : »Ich war der Erste, der auf den Gedanken kam, ein solches Werk mit Holzschnitten zu illustriren«,64 am Fortschritt der österreichischen Kollegen partizipierte. Im Mai 1856 reiste er für acht Tage nach Wien, wurde von Eitelberger und Heider herzlich aufgenommen und lernte auch den Redakteur der Mittheilungen der Central-Commission, Karl Weiß, kennen. Lübke be- arbeitete gerade den vierten Band der Reihe Denkmäler der Kunst, dies war eine Reihe, die als ergänzender Atlas zu Kuglers Handbuch der Kunstgeschichte diente,65 von Guhl bis zum dritten Band geführt worden war und nun mit Denkmälern der Gegenwart ab- schließen sollte. Lübkes Ehrgeiz war, 1.  das Bildmaterial der ersten Bände mit neuem Forschungsmaterial zu ergänzen, 2.  eine ausführliche Illustration zeitgenössischer Kunst inklusive der österreichischen zu liefern und 3.  mit Kuglers Geschichte der Bau- kunst und Handbuch der Kunstgeschichte so abzugleichen, dass »der gesammte Bilder- vorrath dieser drei Werke ein sich gegenseitig ergänzender, alles Bedeutende, Wichtige und Charakteristische möglichst reichhaltig umfassender Apparat für die Anschauung der kunstgeschichtlichen Entwicklung« bilden würde.66 Dazu erhielt er von Eitelberger, Eduard Engerth (dem Nachfolger Rubens in Prag) und Weiß Abbildungsmaterial, das in die Tafeln einfloss.67 64 W. Lübke, Lebenserinnerungen, Berlin 1891, S.  180. Lübkes erstes Handbuch, die Erstauflage sei- ner Geschichte der Architektur von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, Leipzig 1855, hatte 174 in den Text gedruckte Holzstiche, die der unmittelbaren Anschaulichkeit dienen sollten. Doch schon Albert Lenoir und Auguste Prévost hatten in den Instructions du Comité Historique des Arts et Monu- ments. Style Roman et Style Gothique, Paris 1840 in der Reihe der Collection de Documents inédits sur l´histoire de France in den Text eingedruckte Holzstiche zur Illustration benutzt. Didron verband ab 1844 bei den Annales Holzstiche mit Text, woran sich wiederum von Quast orientierte. Auch Schnaase hatte sich 1844 mit zwei Holzstichen in seiner Geschichte der bildenden Künste, 3.  Bd., erst- malig an die Verbindung von Text und Bild gewagt. 65 E. Guhl, Denkmäler der Kunst. Zur Geschichte ihres Entwicklungs-Ganges von den ersten künst- lerischen Versuchen bis zu den Standpunkten der Gegenwart, Stuttgart 1851, 1.  Bd., S.  VIII. 66 W. Lübke/J. Caspar, Denkmäler der Kunst. Zur Geschichte ihres Entwicklungs-Ganges von den ersten künstlerischen Versuchen bis zu den Standpunkten der Gegenwart, 4. Bd., Die Kunst-Denk- mäler der Gegenwart, Stuttgart 1856, S.  V. 67 Lübke an Eitelberger, Berlin, 08.06.1856 sowie Lübke an Weiß, Berlin, 25.07.1856. Lübke hielt sich bewusst an das Schema der ersten drei Bände, bei dem die Abbildungen extra auf Tafeln gedruckt wurden. Dazu wurde das Tiefdruckverfahren und damit Kupferstiche benutzt, nicht das Hoch- druckverfahren, wie bei den in den Text eingestreuten Holzschnitten.
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg