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Rudolf Eitelberger von Edelberg - Netzwerker der Kunstwelt
Seite - 436 -
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436 Elisabeth Ziemer in denen er 1879 einen begeisterten Brief von Lübke abdruckte, den der 1858 an ihn geschickt hatte.78 Fazit und Epilog Die Berlin-Wiener Zusammenarbeit hatte sich 1858 so weit etabliert, dass in den Mit- theilungen regelmäßig Kuglers, Lübkes und Schnaases Kompendien zur Kunst- und Baugeschichte als Grundlagenwerke sowie von Quasts und Ottes Zeitschrift für christli- che Archäologie angepriesen wurden. Im Kunstblatt revanchierte man sich mit wärmster Empfehlung der Publikationen von Eitelberger, Heider und Hieser und der Central- Commission und ihrem stupenden Abbildungsmaterial (Abb.  9). Auch in anderen Fach- zeitschriften wie der Zeitschrift für Bauwesen bewarb Lübke diese Veröffentlichungen. Ihre Holzschnitte seien »mit einer Feinheit der Charakteristik und größtentheils mit einer Meisterschaft der Technik dargestellt […], wie sie nicht bloß in Deutschland, son- dern allerwärts zu den seltensten Ausnahmen gehören. Diese Arbeiten sind geradezu mustergültig zu nennen und verdienen zur Nachahmung empfohlen zu werden.«79 Eitelbergers strategisches Ziel war damit erreicht : Die Reform der Akademie der Künste und ihrer Ausbildung hatte inzwischen eine Reihe von Künstlern hervorge- bracht, die mit einer Vielzahl von grafischen Techniken  – Holzstichen, Kupferstichen, Stahlstichen, Farbdrucken, Fotolithografien etc.  – das Bildmaterial zum nationalen Kul- turerbe so aufbereiten konnten, dass die österreichischen Forscher sich in die ersten Ränge der jungen Kunstwissenschaft katapultierten. Im Juni 1858 erschien in den Mittheilungen der erste Artikel Lübkes über Den roma- nischen Baustyl in Österreich80, und als das Kunstblatt Ende des Jahres sein Erscheinen einstellen musste, fanden auch Schnaase81 und Waagen82 hier eine neue Plattform, auf 78 Frodl (zit. Anm.  44), S.  207. Der Brief datiert vom 31.03.1858. 79 Lübke hatte Weiß darin am 31.01.1858 eine ausführliche Besprechung angekündigt, die dann in Heft  3, 9.  Jg., Berlin 1858, Sp.  265–271 erschien. Zitat Sp.  269. 80 W. Lübke, Der romanische Baustyl in Österreich, in : Mittheilungen der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale, 3, 1858, S.  141–144. Er war ein Auszug aus der zweiten Auflage von Lübkes Geschichte der Architektur. 81 Sein erster Artikel Zur Kunstgeschichte von Oberitalien wurde in Nr.  1, Wien 1860, S.  1–10 abge- druckt. 82 Waagen rezensierte als Erstes W. Burger als Kunstschriftsteller, namentlich über die flämische und hol- ländische Malerschule des XVII. und XVIII.  Jahrhunderts in den Nr.  10 und 11, Wien 1860, S.  305–308 und S.  332–336. Open Access © 2019 by BÖHLAU VERLAG GMBH & CO.KG, WIEN
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Rudolf Eitelberger von Edelberg Netzwerker der Kunstwelt
Titel
Rudolf Eitelberger von Edelberg
Untertitel
Netzwerker der Kunstwelt
Autoren
Julia Rüdiger
Eva Kernbauer
Kathrin Pokorny-Nagel
Raphael Rosenberg
Patrick Werkner
Tanja Jenni
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20925-6
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
562
Kategorie
Biographien
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Rudolf Eitelberger von Edelberg