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sind. Auf diesen Hohen sind die Dörfer gebaut, mit
Obstbäumen umschattet.
In einer der fruchtbarsten Gegenden des Hunds-
rückens liegt Castellaun, ein Stadtchen, wel-
ches das Andenken an die Kolonie der Hunnen in
seinem Nahmen dsstelluin liunnoruiN) Castell
Hun, bewahrt. Dieses Stä'dtchen'zieht sich zirkel-
förmig am Fuße eines hohen Felsens hin, worauf
die Burg steht. Dieser Felsen ist rundum ziemlich
abschüssig, bis auf den Eingang gegen Norden. Die
noch vorhandenen Trümmer zeigen ein gewaltiges,
fast unzerstörbares Werk. Diese unbezwingliche Fel-
senburg war der Sih einer Seitenlinie der Grafen
von Spanheim *) zu Kreutznach, die mit dem Gra-
sen Walram aufhörte. Seine Enkelinn Elisabeth
Heirathete (i38i) in erster Ehe den Grafen Engel-
hart v o n d e r M a r k, und in zwepter Ruprecht
Pipan, Pfalzgraf Ruprechts, nachherigen römi-
schen Königs, Sohn. Sie vermachte ein Fünftheil
ihrer Grafschaft an Pfalz und stiftete die alte Kirche
au f'm Wörth zu Kreutznach. Die übrigen vier
Tb eile- fielen an die Starkenburger - Linie von
Spanheim.
So stand die Burg bis i63g, wo die Franzo-
sen die Hauptthürme, Mauern und Gewölbe abbra-
chen. Von dieser Zeit an wurde sie nicht mehr be-
und zerftel durch den Einfluß der Witterung.
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Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 1
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 1
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 8.82 x 14.39 cm
- Seiten
- 202
- Schlagwörter
- Sagen, Legenden, Märchen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918