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nachher gebar Maria einen Sohn, derben Nahmen
W ilh elm erhielt.
Vcp einer folgenden Schwangerschaft Marien's
gab Eduard die Erklärung, daß seine mit ihr er-
zeugten Kinder einst rechtmäßige und alleinige Erben
seiner Besihthümer seyn sollten, doch wollte er sich
auf den Fall, daß Maria vor ihm sterben sollte, die
Hände nicht gebunden haben. Dieser Fall trat jedoch-
nicht ein. Denn Eduard beschloß seine unglückliche,
dem Lande verderbliche Regierung und sein Leben
früh, indem er am i3. Iunp 1600 in den Nieder-
landen, bey der Hochzelt seines Secretärs, von der
Stiege fiel und das Genick brach. Sein unregelmä-
ßiges und unüberlegtes Betragen in Hinsicht seiner
Gattinn zog seinem Lande einen schweren Krieg zu,
indem die Ugnaten seinen erstgebornen Sohn nicht
als rechtmäßigen Erben erkennen wollten. Er be-
hauptete sich jedoch mit dem Bepstande des Kaisers
und regierte langer als ein halbes Jahrhundert mit
Weisheit und Ruhm. Seine Mutter Maria starb
am 21. April 16Z6 und ward im Kloster EngeK
p fort begraben.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 1
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 1
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 8.82 x 14.39 cm
- Seiten
- 202
- Schlagwörter
- Sagen, Legenden, Märchen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918