Seite - 175 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 1
Bild der Seite - 175 -
Text der Seite - 175 -
Hier, in dem Thale blinket
Noch hell der Silberstrom,
Dort in der Ferne winket
Mir noch der hehre Dom l *)
Doch, der den Dom gegründet.
Und der, bekränzt mit Laub,
Des Rheines Lob verkündet,
Sind Beyde längstens Staub.
Es muß der Meister gehen
Still zu den Schatten hin,
Doch seine Werke stehen,
Und überdauern ihn-
(A. Schreiber.)
Die Landstadt Wein heim hat unstreitig
herrlichste Lage an der ganzen hessischen Bergstraße.
Unfern davon auf einem Hügel sieht man die Rui-
nen der Burg Windeck. Von einem eigenen Reize
ist der Anblick dieser verfallenen Veste an einem frü-
hen Herbstmorgen, wenn ein schwacher Duft den
Schloßberg magisch umschleyert, und die Sonnen-
strahlen allein noch die emporragenden Baumkronen
beleuchten.
Diese Burg ist sehr verfallen. Muthwillige Zer-
störungssucht hat viel zu ihrem Verderben bcyge-
tragen; Fenstergestelle und andere gehauene Steine
wurden davon entwendet. Der schöne Marstall, des-
sen Stande durch steinerne Säulen geschieden sind,
die zugleich die Wölbung der Decke tragen halfen,
Der Munster in Straßburg.
Stäudlm. -
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 1
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 1
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 8.82 x 14.39 cm
- Seiten
- 202
- Schlagwörter
- Sagen, Legenden, Märchen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918