Seite - 183 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 1
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Urkunden, alten Gcräthen und Nachrichten, die
von Windeck betreffend, anzulegen, die sich in der
Folge auch vermehrt haben soll. So enthalt eine
abschriftlich vorhandene Urkunde sehr umständlich,
wie im Jahre 1370 der Stifts-Dechant, Johann
von Ochsenstein in Straßburg von dem RitterRein-
hard von Windeck und dem Domprobste Hanc-
mann von Kyrburg in Feindschaft sey aufgehoben,
und auf die Burg Windeck gebracht worden. Die
Straßburger hätten darauf die Burg über ein Jahr
belagert, die Gegend geplündert, aber nichts aus-
gerichtet. Auf Windeck ftp der Dechant in 4000 st.
Strafe und 63 Pfund Pfennige für Atzung geschätzt,
auch so ausgelöst worden; allerdings dürfte dem
Prälaten für diese 68 fl. das ganze Jahr hindurch
eine magere Kost gereicht worden sepn.
A. Schreiber erzählt uns von einem auf
Windeck spukenden Ritter, der wahrscheinlich durch
den Kanonendonner des novantiken Vereins aus
seinem Hinterhalte vertrieben worden ist.
Hugo von Windeck.
»Sieh, was steht auf Windecks Thmme,
Da noch kaum der Morgen graut?
Fast erscheint es, wie ein Ritter,
Der ins Thal hernieder schaut?"
Das ist Hugo's Geist, er kehret
Auf die Trümmer oft zurück;
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 1
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 1
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 8.82 x 14.39 cm
- Seiten
- 202
- Schlagwörter
- Sagen, Legenden, Märchen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918