Seite - 129 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
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ei m zu Harthauscn es mit seinem Rittergute Stc t -
ten an den Grafen Karl von Maldeghcm zu
Nie de r - S t otzing e n verkaufte.
Das in Kal tenburg 's Nahe liegende Klo-
ster Kön igsb ronn gibt uns Veranlassung, eine
Volkssage anzuführen, die sich die Bewohner der
Umgegend davon erzählen, und die hier aus M. R.
F. H.Magenau's Werkchen: di e Güssen u.s.w.
(Ulm, 1823) mitgetheilt wird.
Des Glöckleins Mahnung zu Königsbronn.
Wer zieht das Glöcklein vor dem Fenster?
Das Glöcklein schallt mit voller Macht;
Wer weilt zur Stunde der Gespenster,
In tiefer, stiller Mitternacht
Noch unten an des Pfarrhofs Schwelle?
Doch ringsum ist es öd' und still.
Vielleicht ein neckender Geselle,
Der nur die Schläfer stören will?
Und wieder mit verstärktem Klange
Ertönt das Glöcklein -^ und der Ruh'
Enteilt der Pfarrherr flink und bange.
Und rennt auf's neu' dem Fenster zu;
Doch schweigend, wie die Todtenhalle
Ruht unter ihm des Hofes Plan,
Wie vorhin; nur der Hahn im Stalle
Kräht, schon erwacht, den Morgen an;
Und wie er nun am andern Tage
Das Mthsel sich zu lösen saß.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 2
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.85 x 28.96 cm
- Seiten
- 206
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918