Seite - 130 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
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Erscheint der Küster mit der Frage,
»Ob er den heilten Sin vergaß?
Sonst, sprach er, theilten Eure Hände
Am heil'gen Svt in Gottes Haus
Dem armen Volk die fromme Spende
Her Gräfinn Anna selig aus.
Wo aus des hohen Felsen Halle
Der Brenz kryftall'ner Quell entspringt,
Des Eisens störrige Metalle
Der Oefm Gluth zu schmelzen zwingt.
Dort lebte längst schon Gräfinn Anne
Vom alten Stamm der Helfen stein
In ihres Schlosses stillem Banne
Nur sich und ihrem Gott allein.
Sie trug im Leben mild Erbarmen
Mit And'rer Mißgeschick und Nsth,
Und hinterließ zum Trost der Armen
Ein reich Gestift nach ihrem Tod:
»An Swus soll das Volk die Gabe
«Aus seines Pfarrherrn Hand empfah'n;
„Versäumt er diesen Tag, — dem Grabe
Entsteig' ich selbst und mahn' ihn an."
Nun war der Pfarrherr stracks im Reinen
Und durch des Küsters Frag' ihm klar,
Daß es der sel'gen Frau Erscheinen
Und die gedrohte Mahnung war.
Er schiebt es länger nicht auf Morgen,
Eilt ungesäumt in Gottes Haus,
Von diesem Schlosse und Geschlechte wird im ersten
Bändchen S. Zg.gehandeli.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 2
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.85 x 28.96 cm
- Seiten
- 206
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918