Seite - 157 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
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mehreren Grob-und ReckHammcrn in steter Thä-
tigk^it ist. —
Da in folgender, eigentlich zur Burg Fal -
te n st e i n am Taunus *) gehörigen Sage, ein R i t-
ter von Saynb ie Hauptrolle spielt, so möge sie
hier eingeschaltet werden.
Teufelsweg von Falkenstein.
Von moosigen Felsen, am grünen Hain,
Schaut hoch herab m die Auen , *
Mit tüchtigen Mauern der Falken stein.
Umweht von finsterem Grauen;
Wohl staunend zur Höhe der Wand'rer sieht.
Der munter die Straße nach Homburg zieht.
Denn hoch sich die trotzende Vurg erhebt
Auf steiler Wand in die Lüfte;
Von Hufen der Rosse das Thal erbebt.
Und dumpf erschallen die Klüfte;
Es führt voll Beschwerden nur eine Bahn
Im schwindelnden Kreise den Berg hinan.
Vormahls bewohnte diese fast unzugängliche
Burg ein Ritter von düsterm Sinn und rauhem
Gemüthe. Seine einzige Tochter aber war eben so
schon als freundlich, und wenn man den Vater
dem unwirklichen Fels der Wüste vergleichen konn-
te , so erschien die holde Jungfrau wie der Stern
des Abends, der über dem öden Gestein schimmert.
Siehe Gottsch. Ritterb. IV. Theil. Seite 177, und
im VI. Theil. Seite 227.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 2
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.85 x 28.96 cm
- Seiten
- 206
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918