Seite - 166 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
Bild der Seite - 166 -
Text der Seite - 166 -
»— 166 ^
die Burg abzunehmen, so daß Hans Neid hard
von Hör neck gezwungen war, sich auf das Schloß
Drachenfels am Nheine zurückzuziehen, wo er
feinen Unfug ungestörter treiben konnte.
Stolzen eck kam nun an Ph i l i pp von
Selben eck, der es als pfälzisches Lehen besaß.
Nach Erlöschung des Selben eck'fchen Manns-
stammes im sechzehnten Jahrhunderte wurde zuletzt
E berhard vonFrauenberg damit belehnt. Als
aber bald darauf auch diese Familie erlosch, ward
die Burg zerstört,' weil bis Unterthanen dem Wald
und der Wildbcchn schädlich wurden^ Der unter
Sto lzen eck gelegene Weiler verschwand im drep-
ßigjährigen Kriegeganz, und die Einwohner bauten
sichln dem nahegelegenen R ogg ena uan. Seitdem
verwittern die verlassenen Burgreste in menschenlee-
rer Stille und Oede, und dienen nur dem Wilde
zum Aufenthalte. 3)?an sieht noch jetzt den Ruinen
die gewaltsame Zerstörung an.
Von einem ehemaligen Bewohner dieser Felsen-
burg ist folgende Sage aus gramr Vorzeit auf uns
gekommen.
Die ret tenden Raben.
Es lebte zu Kaiser Ott o's Zeiten, auf Felsen
und von den wildesten Bergen umgeben, in einem
Thale, wo sich die waldigen Anhöhen bis. zu den
Wolken erheben, auf seinem Schlosse Erich von
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 2
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 2
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.85 x 28.96 cm
- Seiten
- 206
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918