Seite - 148 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
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Stadt, die Augen des Reisenden auf sich ziehen.
Der Leichnam blieb unverweset, und bey seinem
Grabe geschahen zahllose Wunder.
Die armen Juden kamen dabey am schlechtesten
weg; man wollte sie mit Stumpf und Stiel aus-
rotten, wozu es auch hätte kommen können, wenn
nicht Kaiser Rudo lph den Einwohnern von Bop-
pai:d und Wesel in den Zügel gefallen wäre,
und die Juden in seinen Schutz genommen hätte,
worüber die ehrlichen Chronisten schwere Seufzer
ausstießen. Auch klagen sie, daß, nachdem B acha-
räch sich zum Lutherthum gewandt, man den Hei-
ligen begraben, und alle auf ihn sich beziehende Bil-
der und Denkwähler vernichtet habe, um seines
Nahmes Gedächtniß zu vertilgen. Andere berichten
jedoch, die Spanier hätten seine irdischen Reste mit-
genommen, und im Jahre 1648 sepen dem Magda-
^lcNenstift zu Besan^on ein Finger und ein Stück
vom Schweißtuch des Märtyrers geschenkt worden.
A l l e s u m L i e b e.
Geschichtliche Sage.
Auf dem Hügel, an welchen sich das weinrei-
che Vzach an a.ch lehnt, stehen noch die Trümmer
der einst weiten und festen Burg S t a t eck. Sie
lwar im zwölften Jahrhundert ein Eigenthum des
Pfalzgrafen Konrad aus dem Hause der Hohen-
st aufen, der eine einzige Tochter hatte, Agnes
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 3
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.32 x 29.0 cm
- Seiten
- 204
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918