Seite - 161 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
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daß unsere Agn es in diesem Thurme bleiben soll,
bis ihre Niederkunft erfolgt ist. Ob ihr Gemahl
ihr Gesellschaft leisten will, das'stell' ich in fein Be-
lieben.
Die Pfalzgrafinn versuchte umsonst alle weibli-
chen Zauberkünste, um ihn auf andere Gesinnung
zu bringen. Er beharrte fest bey seinem Entschlüsse,
und wollte weder seine Tochter noch ihren Gemahl
sehen, bis sie ihm einen Enkel bringen würden, der
in dem Thurm geboren worden..
Dieß geschah denn auch, und die Jungfrau kehr-
te als Gattinn und Mutter nach S t aleck zurück.
Von dieser Sage hat sich eine andere gebildet,
nach welcher in der Pfalz bey K aub die"Rheini-
schen Pfalzgräfinnen jedesmahl hatten ihre Nieder«
kunft halten müssen.
(A. Schreiber.)
a u t e n b u r
(Im Großherzogthum Weimar.)
y mir gegrüßt in deiner Eichen Schatten,
Sey mir gegrüßet, Gau mit deiner Flur;
Wo Blumen mit des Himmels Thau sich hatten,
Und Sängerchöre preisen die Natur.
Zufriedenheit und Lieb' und Freundschaft paaren
In deinen waldbegränzten Gründen sich,
In Gründen, wo der Vögel frohe Schaaren
Begrüßten ihren Freund als Waller mich.
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 3
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.32 x 29.0 cm
- Seiten
- 204
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918