Seite - 164 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
Bild der Seite - 164 -
Text der Seite - 164 -
fMg ungefähr 80 Fuß. Um ihn her erblickt man
einen mit Steinen gefüllten Brunnen, einen verfal-
lenen Eingang eines groß scheinenden Gewölbes und
einige Ueberbleibsel der Grundmauern.
Das Schloß wurde von Kur-Sachsen zu ei-
nem Gcrichtslokal benutzt, und war der Sitz des
Amtes. Allein vor einigen und dreyßig Jahren wur-
de es abgerissen, und die Steine zu einem neuen
Schlosse zu Frauenprießnitz benutzt, wohin
auch das Amt nach dem frühern Wunsche des Amt-
mannes verlegt wurde! — Jetzt gehört dieß Amt
zum Großherzogthum Weimar .
Das Geschlecht der Erb schenken von Var-
g ula war alt und berühmt. Rudo lph l l . ,
Schenk von V a r g u l a , baute das neue Stamm-
haus Tau tenburg im Jahre 12I2, und nannte
sich nun Erb sch en k von T autenb urg,^vel-
ches in der Folge die stärkste Linie war und am läng-
sten dauerte. Ein Burkhard von Tauten-
bu rg, welcher ein sehr gelehrter Mann genannt
wird, fing das Schloß zu Pricßnitz zu bauen
an, welches aber erst Mch seinem Tode seine Ge-
mahlinn (1608) vollendete. Erst mit V hr istia n
starb das edle Geschlecht derSchenken (1640) aus^
Pec censte i n in seinem i'ltOat. 825. will in
einer alten geschriebenen Chronik aus dem Kloster
Reinhardsbrunncn, von einem Schenk von V ar-
gu la nachstehende Erzählung gelesen haben,
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 3
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.32 x 29.0 cm
- Seiten
- 204
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918