Seite - 186 - in Ruinen - oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
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gers, Ulrich von Lichtenstein, an den Dichter der
Liebe und des Ernst-und Scherzkampfes, Hayt-
neid von W i l d o n ; ein würdiges Blatt in deck
Sangerkranze der Steyermark zu einer Zeit, wo
dieses herrliche Ländchen mehr berühmte Dichter zahl-
te, als das ganze übrige Deutschland zusammen
genommen.
Leutold von Wi ld on und seine Gattinn,
Agnes von Lichtenstein, stifteten im Jahre
!22g die noch bestehende Probstet) S ta inz . Noch
sieht man auf dem Chore der Kirche ihre lebensgro-
ßen Oehlgemälde, und in einem Winkel der Bar-
barakapelle findet man 3 eu t o ld'Z Grabstein, wel-
cher sagt, daß dieser Herr der Stifter des Got ts-
ßaus fand Ka th re in ze S tenz war. Auch
seine Gattinn, welche im Jahre 1372 starb, würbe
hier bepgesetztv
Dieser W i ld 0 ner zeigte bep seiner Stiftung
ein edles Zartgefühl. Da der Besitzer eines Land-
gerichtes damahls gleichsam Herr über Leben und
T^d der Gerichtsinsassen war, so wurde solcher Ve«
sitz sehr gesucht. Leu to ld schenkte das Landgericht
über das Stift und den Markt, den Bürgern des
letzter«,, weil es sich für Geistliche, bestimmt zu
segnen und zu verzeihen, nicht schicke, ihre Hände
mit Blut zu bestecken. -
Leutold's Sohn, Heinr ich von Wi l -
don, der am ersten Jänner 1291 zu Deutsch-Lands-
Ruinen
oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen, Band 3
- Titel
- Ruinen
- Untertitel
- oder Taschenbuch zur Geschichte verfallener Ritterburgen und Schlösser nebst ihren Sagen, Legenden und Mährchen
- Band
- 3
- Autor
- Gerhard Dützele von Coeckelberghe
- Verlag
- Lechner, Univ.-Buchhändler
- Ort
- Wien
- Datum
- 1834
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 17.32 x 29.0 cm
- Seiten
- 204
- Schlagwörter
- Märchen, Legenden, Sagen
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918