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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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110 Luca Riccardi Arbeit eine offizielle Funktion zu verleihen und in die Regierungsstrukturen einzugliedern. Er wurde zum Leiter der Kulturabteilung des Palazzo Chigi ernannt sowie Präsident der Kommission für die Publikation diplomatischer Dokumente. Am 1. September 1930 erfolgte seiner Ernennung zum Leiter des Historischen Archivs und der Bibliothek der Farnesina. Abgesehen von den eigentlichen Ergebnissen seiner Arbeit – die Edition der diplomatischen Do- kumente wurde aufgrund auftretender „politischer“ Schwierigkeiten nicht umgesetzt – war es Salata dadurch – sowie aufgrund seiner Eingliederung in die Organisation des Palazzo Chigi – möglich, einen Neuordnungsprozess des Historischen Archivs des Außenministeriums in die Wege zu leiten. Ein Großteil der dortigen Bestände konnte so für offizielle Ausgaben in der Nach- kriegszeit verwendbar gemacht werden25. 3. Von der Kultur zur Politik Im Jänner 1933 kam Hitler an die Macht. Zu seinen Prioritäten zählte eine engere Beziehung zur faschistischen Regierung Italiens, gleichzeitig stell- te jedoch der „Anschluss“ Österreichs sein oberstes Ziel dar. Dies stand im Gegensatz zu den bis dahin unternommenen Bemühungen der italienischen Regierung zur Bewahrung der österreichischen Unabhängigkeit26. In seiner antifranzösischen Haltung hatte Mussolini die auf der Genfer Abrüstungs- konferenz vorgelegten Forderungen der Weimarer Republik unterstützt, welche die gleichen Rechte beim Waffenbesitz verlangte wie die anderen europäischen Mächte27. Die Unterstützung der deutschen Forderungen war der Grund für die Absetzung Grandis im Jahr 1932 gewesen. Seine Politik war – so Mussolini – zu sehr von „Sozietarismus“ und „Pazifismus“ durch- 25 Riccardi, Francesco Salata 316 ff. 26 Francesco Lefebvre d’Ovidio, L’Italia e il sistema internazionale. Dalla formazione del governo Mussolini alla grande depressione (1922–1929) (Roma 2016), besonders 526–531, 549–554, 768–788. 27 Siehe dazu Francesco Lefebvre d’Ovidio, L’intesa italo-francese del 1935 nella politica estera di Mussolini (Roma 1984) besonders 317; Federico Scarano, Mussolini e la repubblica di Weimar Le relazioni diplomatiche tra Italia e Germania dal 1927 al 1933 (Napoli 1996) 489–495. Zur Erlangung der gleichen Rechte für die Deutschen siehe Luca Micheletta, La dichiarazione dell’uguaglianza di diritti alla Germania dell’11 dicembre 1932, in: Storia Con- temporanea 5 (1995) 695–730.
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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