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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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144 Paolo Valvo tuellen an, aber auch von Experten von außerhalb39. Was speziell den österrei- chischen Ständestaat anbelangte, war die Publizistik im Kreis der FUCI nicht sparsam mit Wertschätzungsbekundungen zu dem von Seipel konzeptuali- sierten und von Dollfuß umgesetzten christlich-korporativen Versuch40. Ein wesentlicher Bezugspunkt war dabei – zusammen mit der Verlagstätigkeit von Mario Bendiscioli41 – Pater Enrico Rosa. Dieser war bereits Chefredak- teur von „La Civiltà Cattolica“ und anschließend, von 1934 bis Anfang 1938, Herausgeber der Rubrik „Vita Ecclesiae“, mit der die Zeitschrift „Studium“ ihren Lesern monatlich Informationen über die wichtigsten internationa- len Entwicklungen im Bereich von Kirche und Politik lieferte. Hier tat der Pressedienst des Movimento Laureati für gewöhnlich seine Meinung zu dem kund, was in Österreich passierte. Die Urteile von Rosa wichen insgesamt 39 In der ersten Ausgabe des Jahres 1933 brachte die Zeitschrift „Studium“ – die seit Beginn des Jahres nicht mehr Organ der FUCI war, um zur Gänze Ausdruck des Movimento Laureati zu werden – einen Essay von Silvio Golzio heraus, in dem der Wissenschaftler infol- ge einer Darstellung der Grenzen des Individualismus und Sozialismus einige notwendige Vorbedingungen darlegen wollte, um „die Lösung des großen modernen Problems [zu] er- hoffen, die Notwendigkeiten in Einklang zu bringen, die sich aus der enormen Entwicklung der Bevölkerung, der Industrie, des Handels, des Komplexes der neuen Wirtschaftsorgani- sation ergeben; mit der Würdigung und dem Schutz jener ethischen Gefühle, von denen im Grunde genommen das gesamte Wohl und die Ordnung der Gesellschaft abhängt“, siehe Silvio Golzio, Il concetto di ordine morale nella vita economica contemporanea, in: Studium 1 (1933) 24. Es folgte im Februar und im April ein detaillierter Bericht zu den Ergebnissen des zweiten Kongresses zur Erforschung gewerkschaftlicher und korporativer Probleme in Ferrara, siehe Callisto Giavazzi, Il Convegno di Studi sindacali e corporativi di Ferrara, in: Studium 2 (1933) 65–81 und Ders., Alcuni problemi di economia e diritto corporativo, in: Studium 4 (1933) 224–236. 1936 veröffentlichte die Zeitschrift außerdem einen Beitrag von Francesco Vito zu Il lavoro fatto economico, in dem der Dozent der Cattolica hervorhob: „In der korporativen Wirtschaft wird die Arbeitseinheit neu gebildet“, das bedeutet die harmo- nische Komposition von Produktivität und Entlohnung. Siehe Francesco Vito, Il lavoro fatto economico, in: Studium 10 (1936) 550). 40 „It was probably the young state of Austria that most ignited the imagination of the fucini with regard to the possibility of a new European order based on a rejuvenated and reinvigorated sense of Catholicism, especially in the martyr-like figure of Engelbert Doll- fuss, ‚tenacious and heroic realiser of this programme‘. The new authoritarian constitution of 1934 was seen as nothing less than the embarking on the ‚path of the new authoritarian State‘“. Jorge Dagnino, Faith and Fascism. Catholic Intellectuals in Italy 1925–1943 (London 2017) 147. 41 „As Mario Bendiscioli approvingly pointed out, under Seipel – and later Dollfuss – Austria had moved from a parliamentary democracy towards a ‚corporativist organisation of society and an authoritarian state based on the ‘democracy of responsibility’‘. Bendiscioli and others in the association admired in the Austrian case what they perceived to be a dee- per relationship between leaders and followers, as well as a more profound and meaningful participation on the part of the citizens in the life of the nation, all within the framework of a modern authoritarian state“. Ebd., 147.
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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