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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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203 Bruno Kreisky und die italienische Linke – ein Forschungsdesiderat MAXIMILIAN GRAF Europäisches Hochschulinstitut, Florenz 1. Einführung Bruno Kreisky war Südtirol seit seiner Jugend eng verbunden. Als Staats- sekretär (1953–1959) und vor allem als Außenminister (1959–1966) musste er sich mit der Südtirolfrage intensiv befassen und er war, aufgrund der Stag- nation auf bilateraler Ebene, bereit, neue Wege zur Lösung des Problems zu beschreiten. Gegen massive internationale Widerstände (und trotz eigenem Widerstreben) brachte er die Südtirolfrage erfolgreich vor die Vereinten Na- tionen, wodurch die italienische Autonomie- und Minderheitenpolitik vor der Weltöffentlichkeit thematisiert wurde. Auch wenn die internationale Ge- meinschaft in ihren Resolutionen 1960/61 die Streitparteien dazu aufforderte, das Problem bilateral zu lösen, so hatte sich Kreisky den Zorn des offiziellen Italien zugezogen. Als mit der centro-sinistra-Regierung in Rom unter Aldo Moro 1963/64 eine bilaterale Lösung möglich schien, handelte er mit sei- nem italienischen Gegenüber Giuseppe Saragat einen Kompromiss aus, der schließlich Anfang 1965 an der Ablehnung der Südtiroler scheiterte. Danach ging sein persönliches Engagement in der Südtirolfrage erheblich zurück1. Kreiskys immense Bedeutung für Österreichs Außenpolitik2, gilt für die österreichisch-italienischen Beziehungen in ihrer Gesamtheit „nur in ein- 1 Siehe dazu zuletzt: Bruno Kreisky und die Südtirolfrage. Akten des Internationalen Kolloquiums aus Anlass seines 25-jährigen Todestages. Bozen, 12. Juni 2015, hrsg. von Gus- tav Pfeifer, Maria Steiner (Bozen 2016). 2 Zur Biografie Kreiskys siehe: Wolfgang Petritsch, Bruno Kreisky. Die Biografie (Sankt Pölten–Salzburg 2010). Zu Kreiskys Außenpolitik siehe: Elisabeth Röhrlich, Kreiskys Au-
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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