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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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236 Gianvito Galasso terreichischen Republik zunächst nicht möglich gewesen, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beizutreten. Die Mitgliedschaft bei dieser interna- tionalen und regionalen Organisation wurde als Ausdruck einer politischen und wirtschaftlichen Positionierung betrachtet, was von der Sowjetunion und den übrigen sozialistischen Blockstaaten nicht gutgeheißen wurde1. In Anbetracht der terroristischen Entwicklungen in der Südtirolfrage lehnte Italien Österreichs ersten Versuch, Mitglied der EWG zu werden, ab. So legte die Regierung in Rom 1967 – dem Unmut der anderen Mitgliedstaa- ten und der Hauptakteure der internationalen Gemeinschaft zum Trotz – ein Veto gegen die Bemühungen Wiens um Verhandlungen mit Brüssel ein2. Ein neuer Ansatz begann sich erst in den Jahren der Entspannung durchzuset- zen. So auch innerhalb der Partito comunista italiano (PCI), der italienischen kommunistischen Partei, die über die gesamte erste Phase des Kalten Krieges hinweg eine prosowjetische Außenpolitik geführt hatte und somit von vorn- herein die internationalen westeuropäischen Organisationen, die nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet worden waren, ablehnte. Ein Richtungswech- sel zeichnete sich am 15. September 1970 ab, als der nationale Parteivorstand und Delegationsleiter der Europaabgeordneten der PCI Giorgio Amendola 1 Für weiterführende Literatur zu Österreichs Weg zur europäischen Integration siehe Nicole Pietri, L’Austria e l’integrazione europea, in: Idee d’Europa e integrazione europea, hrsg. von Arianne Landuyt (Bologna 2004) 415–430; Hans-Henning Scharsach, Europa ohne Sachertorte? Österreich und die EG (Graz 1989); Waldemar Hummer, Österreichs Integration in Europa 1948-1989. Von der OEEC zur EG (Wien 1990); Österreich und die europäische Inte- gration 1945–1993, hrsg. von Michael Gehler, Rolf Steininger (Wien–Köln–Weimar 1993); Jo- sef Feldner, Österreich in die EU. Der falsche Weg nach Europa (Graz 1994); EU-Referendum. Zur Praxis direkter Demokratie in Österreich, hrsg. von Anton Pelinka (Wien 1994); Günter Bischof, Anton Pelinka, Michael Gehler, Austria in the European Union (New Brunswick 2002). Für weiterführende Literatur zu Österreichs internationaler Rolle vom Ende des Zwei- ten Weltkrieges bis zum Abzug der Alliierten siehe Luca Lecis, Dal „total control“ all’indi- pendenza. L’Austria nel contesto della guerra fredda (Perugia 2016). 2 Pietri, L’Austria e l’integrazione europea, 417–418. Für weiterführende Literatur zur Außenpolitik der italienischen Republik gegenüber Österreich bei der Südtirolfrage siehe Mario Toscano, Storia diplomatica della questione dell’Alto Adige (Bari ²1968); Federico Nig- lia, Aldo Moro, la diplomazia italiana e la questione dell’Alto Adige (1963–1969), in: Aldo Moro nell’Italia contemporanea, hrsg. von Francesco Perfetti, Andrea Ungari, Daniele Ca- viglia, Daniele De Luca (Firenze 2011) 469–484; Luciano Monzali, Giulio Andreotti e le re- lazioni italo-austriache 1972-1992 (Merano 2016). Zur Südtirolfrage siehe auch Dialogo vince violenza. La questione del Trentino Alto Adige/Südtirol nel contesto internazionale, hrsg. von Giovanni Bernardini und Günther Pallaver (Bologna 2015); Bruno Kreisky und die Südtirolfrage, hrsg von Gustav Pfeifer, Maria Steiner (Bozen 2016); Alexander von Egen, Die Südtirolfrage vor den Vereinten Nationen (Bruxelles 1997); Renato Cajoli, The Alto Adige question (Bologna 1960); Antony Evelyn Alcock, The history of the South Tyrol question (London 1970).
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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