Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Nach 1918
Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Seite - 366 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 366 - in Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert

Bild der Seite - 366 -

Bild der Seite - 366 - in Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert

Text der Seite - 366 -

366 Federico Scarano Nach dem Ende des Faschismus und des Waffenstillstands erklärte Italien am 13. Oktober 1943 Deutschland den Krieg und erhielt von den Alliierten somit den Status eines „mitkriegführenden Landes“ (cobelligerante). Die ita- lienischen Streitkräfte haben nur wenig zum Kriegsgeschehen beigetragen. Vor allem angesichts der starken Partisanenbewegungen gegen die deutsche Besatzung (die Ausdruck der Widerstandsbewegung des „Comitato di Libe- razione Nazionale“ – Komitee der nationalen Befreiung, CLN – waren) und gegen den kollaborierenden Faschismus der Republik von Salò meinte die italienische Regierung, dass sich Italien auf diese Weise der durch das fa- schistische Regime auferlegten Kriegsverantwortlichkeiten entziehen könne. Man hoffte, alle präfaschistischen Kolonien und neben Südtirol alle Gebiete, die zum Großteil von Italienern bewohnt waren, behalten zu dürfen. Groß war die Enttäuschung und die Sorge hinsichtlich der Forderungen der Sie- germächte: Titos Jugoslawien, das stark von der UdSSR unterstützt wurde, forderte ganz Julisch Venetien einschließlich Triests. Großbritannien ver- frage 1945/46 in US-Geheimdienstberichten und österreichischen Akten. Eine Dokumenta- tion (= Schlern-Schriften 302, Innsbruck 1996), hrsg. von Michael Gehler, in: Akten zur Süd- tirol-Politik 1945–1958 (im Folgenden ASP 1945–1958), 2 Bde., I 1945–1947, II 1947, hrsg. von Michael Gehler (Innsbruck–Wien–Bozen 2011–2016). Des Weiteren hat Giovanni Bernardini die 77 Dokumente aus den französischen, amerikanischen und britischen diplomatischen Dokumenten und einige unveröffentlichte britische Dokumente publiziert: L’Accordo De Gasperi-Gruber. Una storia internazionale, hrsg. von Giovanni Bernardini (Trento 2016); Rolf Steininger veröffentlichte weitere österreichische Dokumente in seinem fundamentalen Werk über das Gruber-De Gasperi-Abkommen: Rolf Steininger, Los von Rom? Die Südtirol- frage 1945/46 und das Gruber-De Gasperi-Abkommen (= Innsbrucker Forschungen zur Zeit- geschichte 2, Innsbruck 1987); und auch in: Ders., Südtirol im 20. Jahrhundert. Vom Leben und Überleben einer Minderheit. Dokumente (Innsbruck–Wien 1997). Maßgebend für den Zeitraum von 1959–1969 ist die von ihm herausgegebene Dokumentensammlung Akten zur Südtirolpolitik 1959–1969 (im Folgenden ASP 1959–1969 genannt), 7 Bde. (Innsbruck 2007– 2013). Zum Abkommen zwischen De Gasperi und Gruber, siehe Steininger, Los von Rom?, angelehnt an eine gründliche Untersuchung der amerikanischen und britischen Dokumente sowie: Pietro Pastorelli, La politica estera italiana del dopoguerra (Bologna 1987). Die The- sen dieser beiden Autoren wurden heftig kritisiert, siehe Viktoria Stadlmayer, Kein Klein- geld im Länderschacher. Südtirol, Triest und Alcide Degasperi 1945/1946 (= Schlern Schriften 320, Innsbruck 2002). Ebenso nützlich, wenn auch in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre veröffentlicht, ist: Mario Toscano, Storia diplomatica della questione dell’Alto Adige (Roma– Bari 1967) 249–421; Das Werk gilt als Antwort auf: Karl Heinz Ritschel, Diplomatie um Süd- tirol. Politische Hintergründe eines europäischen Versagens (Stuttgart 1966) 190–254. Für eine Beschreibung der Lage in Südtirol in der unmittelbaren Nachkriegszeit: Domenico De Napoli, Altoatesini e Sudtirolesi. Una convivenza difficile (1945–1946) (= Collana di Saggi Storici 9, Roma 1996; Südtirol – Stunde Null? Kriegsende 1945–1946 ), hrsg. von Hans Heiss und Gustav Pfeifer (= Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs 10, Innsbruck– Wien–München 2000); Dalla liberazione alla ricostruzione. Alto Adige/Südtirol (1945–1948), hrsg. von Giorgio Mezzalira, Fabrizio Miori, Giovanni Perez, Carlo Romeo (Bozen 2013).
zurück zum  Buch Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert"
Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die schwierige Versöhnung