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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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388 Federico Scarano Im September 1960 brachte Kreisky im Rahmen der XV. Generalver- sammlung das Südtirol-Problem vor die UNO. Italien wurde der Nichterfül- lung des Gruber-De Gasperi-Abkommens bezichtigt und Rom aufgefordert, Südtirol den Status als autonome Region zuzuerkennen. Der italienische Vor- schlag, den Internationalen Gerichtshof in Den Haag damit zu befassen, wur- de abgelehnt. Es kam zu einem heftigen Streit zwischen Kreisky und Franz Gschnitzer, dem Tiroler Staatssekretär im Außenamt auf der einen Seite und Außenminister Antonio Segni und dem ehemaligen Außenminister und Vor- sitzenden der italienischen Delegation bei der UNO, Antonio Martini, auf der anderen Seite. Am 31. Oktober forderte die UN-Generalversammlung die Streitpartei- en auf, Verhandlungen zur friedlichen Beilegung des Streits aufzunehmen99. 3. Die Feuernacht als Höhepunkt der Anschläge, die Reaktion Italiens und die Neunzehnerkommission Am Vorabend des Treffens zwischen den italienisch-österreichischen Exper- ten in Zürich am 13. und 14. Juni und wenige Stunden nachdem Außenmi- nister Segni im italienischen Fernsehen eine Erklärung abgab, in der er be- kräftigte, dass er überzeugt war, dass man für diesen Konflikt, der sich zu verschlimmern drohte100, eine zufriedenstellende Lösung finden könne, kam es zu 47 zugleich stattfindenden Bombenanschlägen in Südtirol, die als Feu- ernacht in die Geschichte eingingen. Sie fanden in der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 statt, anlässlich des Herz-Jesu-Festes, eine der wichtigsten Fei- erlichkeiten Tirols, bei dem viele Bergfeuer entzündet werden. Der Straßen- arbeiter Giovanni Postal kam durch die Explosion einer Bombe ums Leben101. Der BAS rund um Kerschbaumer lehnte Verhandlungen ab, ihr Ziel war ein und Wirklichkeit, in: Pfeifer–Steiner, Bruno Kreisky 123–151, der die Dokumente aus dem Archiv des Politikers untersuchte. 99 Siehe Steininger, Südtirol zwischen Diplomatie und Terror II 249 f.; Scarano, La di- plomazia italiana e il difficile rapporto con Bruno Kreisky 69. 100 Für den Text des Interviews siehe Ritschel, Diplomatie um Südtirol 372–375. 101 Steininger, Südtirol zwischen, Diplomatie und Terror II 472; Ders., Die Feuernacht und was dann? Südtirol und die Bomben 1959–1969 (Bozen 2011); Peterlini, Feuernacht 342.
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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