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Die schwierige Versöhnung - Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
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436 Joachim Gatterer die Forschung mittlerweile eine Tarnschrift gegen das deutsch-italienische Umsiedlungsabkommen, die vom links-intellektuellen Schriftsteller Hein- rich Mann verfasst und 2011 von Leopold Steurer wiederentdeckt wurde57. 3. 1945–1992: Die Südtirolfrage in der Zeit des Kalten Krieges Sozialistische Differenzen rund um die Einheitsregion Trentino-Südtirol Sieben Jahre nach Abschluss des deutsch-italienischen Umsiedlungsabkom- mens für Südtirol hatte sich die politische Rahmensituation um Tirol und Südtirol mit dem Sieg der Anti-Hitler-Koalition erneut einschneidend ver- ändert. Im Gegensatz zur Regelung der europäischen Nationalitätenfragen in den Jahren 1919/20 war nunmehr Sowjetrussland bzw. die Sowjetunion nicht mehr von diesem Entscheidungsprozess ausgeschlossen, sondern neben den USA und Großbritannien in die Regelung der europäischen Grenzfragen in- volviert. Wie sich bald herausstellte, sollte die Südtirolfrage für Stalin aller- dings keine Priorität haben, da sie die sowjetische Einflusssphäre (im Gegen- satz zur italienisch-jugoslawischen Grenzfrage)58 geographisch nicht tangier- te und de facto ein innerwestliches Problem darstellte59. Nachdem Südtirol 1945 von den Alliierten militärisch besetzt und auf den internationalen Friedensverhandlungen von Paris 1946 erneut Italien zu- geschlagen worden war, übten die italienischen Übergangsregierungen der Jahre 1945–1948 den unmittelbarsten Einfluss auf die Lösung der Südtirol- 57 Heinrich Manns Tarnschrift ist abgedruckt in Leopold Steurer, Anno Neun aus der Sicht von außen. Andreas Hofer und die Südtiroler Umsiedlung im Spiegel der internatio- nalen Presse 1939, in: Deutsche! Hitler verkauft Euch! Das Erbe von Option und Weltkrieg in Südtirol, hrsg. von Günther Pallaver, Leopold Steurer (Bozen 2011) 111–158, hier 125–128. 58 Elena Aga-Rossi, Il PCI tra identità comunista e interesse nazionale, in: La nazione in rosso. Socialismo, Comunismo e „Questione nazionale“: 1889–1953, hrsg. von Marina Catta- ruzza (Soveria Mannelli 2005) 297–320, hier: 314–320. Ausführlich informiert Patrick Karlsen, Frontiera rossa. Il Pci, il confine orientale e il contesto internazionale 1941–1955 (Gorizia 2010). 59 Vgl. Michael Gehler, Verspielte Selbstbestimmung? Die Südtirolfrage 1945/46 in US-Geheimdienstberichten und österreichischen Akten (Innsbruck 1996) 557–570; Wolfgang Mueller u.a.: Sowjetische Politik in Österreich 1945–1955. Einführung zu den Dokumenten, in: Sowjetische Politik in Österreich 1945–1955. Dokumente aus russischen Archiven, hrsg. von Ders. u.a. (Wien 2005) 19–55, hier: 35–43.
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Die schwierige Versöhnung Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Titel
Die schwierige Versöhnung
Untertitel
Italien, Österreich und Südtirol im 20. Jahrhundert
Autoren
Andrea Di Michele
Andreas Gottsmann
Luciano Monzali
Herausgeber
Karlo Ruzicic-Kessler
Verlag
Bozen-Bolzano University Press
Ort
Bozen
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-SA 4.0
ISBN
978-88-6046-173-5
Abmessungen
16.0 x 23.0 cm
Seiten
616
Schlagwörter
20. Jahrhundert, Österreich, Südtirol, Italien, Geschichte
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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