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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 1
Seite - 162 -
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162 Kommentare VI.1 Steiermark: Generalinstruktion für Spitalmeister (Kommentar Nr. 49) Die möglichst einheitliche, zentralstaatlich kontrollierte Aufsicht über die Spitäler stand im 18. Jahrhundert zunehmend im Blickwinkel der Behörden (wie die für die nieder- österreichischen landesfürstlichen Städte erlassenen Gaisruckschen Reformen 1745/47 deutlich belegen). Mit 22. September 1731 publizierte man für das Herzogtum Steier- mark in Lands-Sicherheits-Sachen / und zu Besorgung deren milden Stifftungen angeordneten Hof-Commission eine allgemeine Instruktion für Spitalmeister und Verwalter von Waisen- und Armenhäusern (Edition Nr. 49, S. 644–649), die rasch auch in andere Kronländer ausstrahlte und dort eingehende Beachtung fand (etwa in Prag)1. Durch diese auch ge- druckt vorliegende Instruktion wurde der Organisationstyp „Hospital“ und der Raum des sozialen Handelns im Kontext der Anstaltsorganisation schriftlich von den Zentralbehör- den fixiert2. Damit griff die Zentralbehörde erstmals tiefgreifend in das von Stadt zu Stadt höchst verschieden organisierte Spitalwesen ein3. Diese allgemeine Instruktion sollte als textliches Vorbild für die in den einzelnen Häusern erlassenen Instruktionen gelten, wie sich am Beispiel von böhmischen Spitalordnungen bzw. Instruktionen für Spitalpersonal gut zeigen lässt4. In 15 Punkte gegliedert werden vorwiegend die Pflichten und weniger die Rechte der für den gesamten organisatorischen Ablauf in den Versorgungshäusern zu- ständigen Spitalmeister (und der institutionell eingebundenen Ehefrauen im Sinne eines frühneuzeitlichen Arbeitspaares) schriftlich fixiert. Der Spitalmeister wird als „Kopf“ des „ganzen Hauses“ Spital aufgefasst, der für die Geistlichen, das Dienstpersonal und für die Armen (Vermeidung von Zank und Hader etc.) zuständig war. 1 Hlaváčková, Spitalwesen 391; NA, CV 1726–1749, Kart. 2, Nr. 48. 2 Watzka, Arme, Kranke, Verrückte 61–63. 3 Ebd. 112f., 136, 436, 476. 4 Hlaváčková, Spitalwesen 391.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 1
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
1
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
432
Kategorie
Medizin
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