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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
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500 I. Österreich: Hofspitäler (Edition Nr. 1–16) gebür unnd besserung sovil müglichen unnd sich immer thuen lasst, dergleichen anndere unnotwenndige ausgaben aufs negst einziehen, darzue den hanndtwerchs leüthen, so inns spital arbaiten nit gleich das jenig, was sy begern, sonnder was recht unnd billich ist, bezallen, unnd von yedem, was er also zalt unnd über ainen gulden ist, zedlen nemmen, das er dieselben neben der raitung aufzulegen hab, gleichergestalt was sonnsten alle anndere essende speis, so hievor nit bemelt, belanngt, dieselb nit weniger aufs negst unnd einzognist unnd sonnderlich daz kraut [55r] zu herbst zeiten miteinannder, darzue auch albegen ain anzal haar unnd nit ain pfundt nach dem anndern, damit die pfrienndtnerin, so darzue teüglich, spynnen unnd daraus die notturfft leingewanndt gemacht werden müge, erkhauffen, doch wellen wir, was die weinkheüff unnd anndere bestellungen belanngt, das bemelter Lefin dieselben albegen mit vorwissen unnserer cammer rethe thüe. Item auch auf unser tirolische camer, alle 3 monnat seines einnemens unnd ausgebens halber sein ordenliche raitung ubergeb unnd dasselb khains weegs unnderlaß und lestlichen soll er sein fleissigs aufmerkhen unnd zuesehen haben, damit alles das jhenig, wie hievor erzelt, zu notturfftiger unnderhaltung der pfriendt und pfruenndtnerin erkhaufft würdeth, mit allem guetem nutz unnd zu khainer übermessigen verschwenndung angelegt, gebraucht unnd durch ine, Lefin, oder die seinen hierynn ainicher vortl oder genüeß, wie der sein mechte, nit gesuecht, viel weniger dem spittal in ain oder anndern ichts enndttzogen, sonnder sich allain seiner geordneten besoldung benüegen lassen, sich auch befleissen, das yederzeit hausliche frume, aufrechte unnd getreue erhalten, bey denen sich ainichs verlurst oder betrags zubesorgen, darauf er dann sunnderlichen fleissige achtung haben soll, gehalten unnd angenumen werden unnd neben dem sol er sambt dem gebürlichen essen unnd trinckhen yeder verpfrüenndten person, wochenlichen unnd yede besonnders albegen am [55v] Sambstag, wie von alters heer gebreüchig gewest, 2 xr. unnd zum Neuenjar albegen 12 xr., so lanng yede person albegen im spittal sein unnd beleiben würdet, erlegen unnd zuestellen unnd sonst in albeg hierynnen hanndlen, schliessen thuen unnd lassen, was zu pesten des spittals nuz, frumen unnd ainer gueten fruchtbarn haushaltung ersprieslichen sein khan unnd mag, wie dann in deme ain getreuer spital oder hauspfleger vor Got, dem allmechtigen, one das zethuen schuldig unnd verpunden ist, immassen er unns dann darumben globt unnd geschworn, sich auch dessen gegen unns verschriben hat, wurd dann ime, Lefin, in disem spital pfleger ambt ichts schwerlichs fürfallen, soll er das yederzeit an vilangeregte unnser tirolische camer gelanngen lassen unnd darüber beschaidts erwardten. Unnd wir haben ime darauf alle jar, von der zeit seines anstanndts zu besagtem spittal pfleger ambt anzuraitten bis auf unnser widerrüeffen, nemblichen 52 fl. zugeben bestimbt unnd zuegesagt, deren er sich also von des spitals gefellen selbst habhafft unnd bezalt machen mag, unnd ime in raitung für guet ausgab gelegt unnd passiert werden solle, alles treulich und ungeverlich, mit urkhundt diß briefs geben am XXV. Apprillis anno etc. im LXXVIIII. Nr. 15 Instruktion für Joseph Anton Gerold, Hofspital-Pfleger in Innsbruck. Innsbruck, 1734 Dezember 10 Archiv: TLA, Oberösterreichische Kammerkopialbücher, Bd. 1275 (Entbieten 1734), fol. 402r–421v Druck: SeNoNer, Innsbrucker Hofspital 46–57 (in Paraphrase und Auszügen).
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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