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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 516 -
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Seite - 516 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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516 II.2 Vorarlberg: Bregenz – Leprosenhaus (Edition Nr. 18) demnach alle diea, so die pfrundt im siechhauß nemmen und am empfachen, allwegen am morgen unnd zu abends, so sy zu oder von tisch geen unnd essen wellen oder gegessenb haben, jedes malls ain patter noster, ain ave Maria unnd ain globen mit andacht und züchtiger erzaigung deß gemuets Got, dem herren, und seiner werden mutter Marie zu lob und ehre sprechen und danck sagen. Dergleichen auch, so offt und dickh man in der cappellen meß halten wirdeth, die jeder armer mentsch, so kranckhait halben mag in die kirchen geen unnd die hailligen meß unnd ampt mit andacht biß zuendt hörren unnd ausswartten. [2.] Zum andern, dieweil die armen leut den brunen mit weschen und dem rhor trinckhen etwas unsuber haben und sich die gesunden darab scheuchen, dessen sollen sy, die armen leut, sich zum aller maisten, [/] so ymmer muglich, endthalten unnd verschonen und furnemlich am rhor nit trinckhen, sonder allwegen in ain kandten oder ander geschirr fachen, oder die magt in brunen kesseln oder kandten holen lassen etc. [3.] Zum dritten, wann dann frembde arme siechen kumen unnd herberg begeren, soll man sy nit lenger dann zwo necht, doch allweg dem hauß on allen nachthail behalten und beherbergen, bey straff V ß. den., unnd waß für frembde khindt also ubernacht alda sein werden, dero jedes soll der magt jede nacht ain schlaff pfeningc geben etc. [4.] Zum vierten, so soll ain jeder pfrunder, er seye weib oder man, seinen pfrundt wein, so man ime teglich über den tisch gibt, dessen deß tags ain halb maß sein, soll geben, und die weil es hievor nur ain fierenthail ainer maß gewesst ist, so sol zu ergezlichkait und deren armen haus zu guetem das gelt, so uf den hoch zeitten oder so sonst an den mal zeitten ersambelt unnd uffgehept wirdet, alwegen ainen siechen pfleger zugestelt unnd gegeben werden an die pfrundt unnd iren nuz zuwenden, es sol auch kains solchen seinen wein weder verkhauffen, verschenckhen, noch auß dem haus tragen, wie bißheer offt und vil beschechen ist. [/] Sonder wann es ime nit trinckhen mag, wil oder nit bedarff, sol es in nit nemen, sonder im vaß lassen, doch so mag ain pfrundter aine, zwo oder biß in drey maß weins in vaß ansteen, aufschlagen oder zurgeendt haben, doch nit mer, so unnd wann ime ain freundt kem, das er allß dann dem selben zu trinckhen geben kündt. Aber denselben, noch auch kainen andern weder frey erkhaufften oder ersambelten wein, gar kains wegs ausschenckhen noch verkhauffen, sonder nur jeder in selbs zu seiner notturfft gebrauchen unnd kaine tafernen oder zech wirtschafft haben oder halten. [5.] Zum fünfften, so soll auch kain arms kindt weder flaisch, visch noch andere speiß ab dem tisch nit in die wetschger embel oder bueßen stossen und auß dem haus tragen, sonder was man innen gipt, mit lieb, freundtlich unnd danckhsagung mit ain andern verzeren unnd sonderlichen, waß fur kelber oder ander flaisch, dergleichen ayer, schmalz, keeß und anders, so inen durch frumb bider leut umb Gotz willen gegeben wirdeth, under ain andern nit taillen, noch zu gelt machen und iren verwandten anhenckhen, sonder alleß dem hauß zugehören und ire pfrundt damit abermalen getreulich und freundtlich mit andern pessern, zu dem von den geschenckhten kelbern den mezzger lon selbst geben und [/] dargegen das vell zuverkauffen haben oder ain pfleger die vel verkhauffen und zu ir pfrundt wenden und lon geben vom mezzgen. [6.] Zum sechsten, so sol kain anders in den keller nit geen unnd die pfrundt empfachen dann die magt und ain haus kindt, welches sy under ain andern allwegen a Folgt die, getilgt. b -g- über der Zeile nachgetragen. c Folgt etc., getilgt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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