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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
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III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) 541 Got und der hochen obrigkheit verantwortlich ist, dan hierdurch wirdt nit allein Got, dem almechtigen, ein sonder wolgefelligs schuldigs werckh erzaigt, sonder auch höchstgedachter f(ü)r(stlichen) d(urchlauch)t ernstlich gemainten gnedigisten willen und mainung gebürend gehorsambist bemüegen gelaistet. Datum den 30. January anno 1617. An burgermaister und ratha zu Hall. Nr. 24 Instruktion für den Bürgerspital-Unterpfleger in Hall/Tirol. Hall in Tirol, 1511 Archiv: StA Hall, Urkunde Nr. 325, fol. 1r–9 r Druck: MoSer, Hall 617–619. [1r] Vermerckt, was ain yeder unndrer hausphleger im spital zue Hall im Ynntal tun soll, volgt hernach. [1.] Item zum ersten soll er sein getreu und vleyssig aufsehen haben, damit des goczhaus nutz und frumen gefurdert und desselben schaden und nachtail gewenndt und furkumen werde. [2.] Item er soll auch täglich zu kuchel und keller vleys haben, mit dem herfürgeben zueslahen, soll selbs gen kuchel ordnen, dem speisgaden und keller selbs mit gueter ordnung wartn, ainem yeden phruntner und phruntnerin das, so inen in irem aufnemen zugesagt ist, verfolgen lassen. [1v] [3.] Item er soll auch in sonnderhait weder den phruntner, eehalten noch annder nyemannds gestaten, dem gotzhaus ainichen ungepurlichen abzug zu tun. [4.] Item er soll auch zue kirchen gut, vleyssig ordnung halten, kainen goczdiennst oder annder göttlich lob und ere den briestern noch anndern personen abzuprechen versweigen. [5.] Item die elennden pilgrein und annder krancke, notturfftige personen soll er guetliche beherbergen und zimlich zeit mit notturfftiger wardt, wie er die notturfften sehen wirdet, versehen. [6.] Aber die sterczer, leichtfertig personen, freyhait löter und annder unnucz [2 r] leut, daran das spital abzug oder beswerde het oder haben möcht, soll er ab- oder von dem goczhaus wegkeren. [7.] Item auch die knecht in den ställen soll er guet aufsehen haben, damit zimlicher mas gefuetert und kain ubermaß braucht, auch das zu recht zeit ein- und außgeseczt und die arbaiten des veldes im spital und anderthalben durch eehalten, tagwercher und annder vom gotzhaus darzu bestellet, getreulich und zu rechter zeit verbracht werden. [8.] Item auf notturfften der lennt und auf die nachthuet der wein hie in märgkten soll er getreu und vleissig aufsehen haben. [9.] Und des spitals arbaiten im phannhaus mit arbaitern und den gezeug darzue gehörig als schaufln, spreutzen, stanngen, [2v] kruckenpletern und anndern mit gueter ordnung zeitlichb fürsehen. [10.] Item er soll auch des spitals zinse und annder desselben ausstennde getreulich a Am linken Rand: Rath zu Hall. b -lich über der Zeile nachgetragen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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