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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 542 -
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542 III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) helffen einbringen, wo völligkaiten oder anndere verwarlosungen auf des gotzhaus gulten oder guetern wären, dieselben ersuechen, rechtfertigen, alle jar im Wymmat ainmal an die Etsch ziehen, daselbs des spitals wein vassen und herauss vertigen und was daselbs mer notturfftigs zufallen möcht, darynn mit des obern spitalphlegers rat und guetbeduncken das pesst und nutzlichist fürnemen. [11.] Item er soll auch in sonnderhait nicht grosses oder mercklichs in des spitals [3r] hanndln und sachen durch sich selbs furnemen, sonder soliche merer oder mercklich sachen vor albeg an den obern spitalphleger bringen; was im auch in gemainen sachen zu swer sein wolt, das selbig auch an den obern spitalphleger gelanngen zu lassen und nach desselben rat und guetbeduncken hanndlen. [12.] Item das gelt, so mit der fuer verdiennt wirdet, soll er als hausphleger alle abend aigenntlich aufschreiben und dasselbig oder was er sonnst die wochen über einnymbt, nichts davon gesonndert noch ausgenomen, alle Suntag dem obern spitalphleger verraiten und uberantwurten. [13.] Item des hausphlegers hausfrau soll auch im spital bey den kranncken, [3v] auch zu keler, kuchl und speysgaden getreu und vleissig aufsehen haben und, so not tuet, in der kuchel zue helffen und sonst gemaingklich in allen anndern des gemelten spitals hänndln, nodurften, geschäfften und sachen, was der yetz gegenwurtig verhannden sind oder kunfftigklich zuefallen möchten, solln sy, bede wirtleut, samentlich und sonnderlich allennthalben des gotzhaus nutz und notturfft mit hechstem und pesstem vleyss betrachten, wie dann erbern, getreuen personen zugepurt, als sy das gegen Got, dem allmechtigen, am jungsten gericht verantwurten muessen. Sy sulln auch darumb glubd thun. Abb. 73: Hall/Tirol; Mädchenschule der Stadt Hall in Tirol vor 1929, dahinter das Bürgerspital (Quelle: StA Hall in Tirol, Bildarchiv 73/6-58).
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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