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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 543 -
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Seite - 543 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) 543 [5r] Anno Domini 1511 in der wochen Dorothee ist des spitals halben geratslagt [14.] Item das alweg tag und nacht, winter und sumer ain liecht in ainer lampen vor dem hochen altar im spital prünnend gehalten werde. [15.] Item in sand Elspeten capell vor dem altar gegen deren siechenkammer über, soll man auch alle nacht, winter und sumer, ain liecht in ainer lampen prinnend halten, damit die kranncken davon getröst werden. [16.] Item man sol zwo frume, vleissig siechndiern bestellen, die alweg den siechen warten mit heben, legen und annder getreuer wartung tag und nacht; die sollen auch das petgewant in der siechkamer alweg sauber halten und vleissig versehen. [5v] [17.] Darzue auch diselben camer und stuben dabey alweg sauber keren und mit allen dingen vleyssig halten. Wo aber sy bey den siechen nit arbait hetten, sollen sich dieselben zu annder arbait im spital auch brauchen lassen. Das soll mit inen im geding irs aufnemens mit bestimbten worten aufgetragen werden. [18.] Item in die bemelt siechenkamer sol man im winckl bey der vordern mauren ain gut starckh secret für die krannckhn auf den pach, so daselbs durchrint, richten. [19.] Item dieweil der wein vom Ryglhof und vom Weirhof allain zu labung der krancken und siechen verordnet ist, sollen die spitalphleger bey iren treuen und gewissen mit allem vleis fürsehen, das solcher wein nit kärglich den siechen gegeben werde, sunder man soll in mit wein und speis gutlich tun und daran kainen [6r] manngl lassen, wann das spital allain von der siechen, ellennden, armen und pilgerin wegen aufgericht, gestifft und gepaut ist. [20.] Item die camer oberhalben der siechenkamer soll man schön ausstreichen, vertunichen und hinden und vorn mit glesern, die auf- und zugeen mügen, damit sich die tempff von der siechenkamer nit yber sich hinein swingen, verglasen; darynn soll man gute saubere betstet und gute gasstpet daran richten. Man sol auch dieselben mit lailachen, decken und anndern notdurfften alle zeit rain und sauber halten. [21.] Und die gemelten zwo camern sollen allain warten auf erber pilgerain, die hierfür unda durchziehen, in die hinder gegen der stat sollen die man, aber die frauen in dye vorder beherbergt werden. [6v] Man soll auch darynn zway oder mer sonnderliche pet halten, ob yemands derselben pilgram mit franzosen oder anndern schaden beswert wären, dieselben darein zu legen, damit nit der gesunt vom siechen inviciert werde; dieselben pet sollen aberb dannocht mit waschen und allen notturfften, auch sauber gehalten werden. [22.] Es soll auch ain yeder oberspitalphleger bey seinen phlichten aufs wenigist alle wochen ainmal in die siechenkammer und stuben dabey und in die zwo gastkamern darob persönlich geen und besichtigen, ob das also wie obsteet getreulich und fleissig, gehalten werde. Darynn sollen er und der unnderphleger vleis haben, als sy das gegen Got am jüngsten gericht verantwurten sollen. [7r] [23.] Item der spitalphleger sol alle jar zway oder dreu stückh weyß Wasserburger oder dergleichen grobe tuch kauffen, davonn sol man alle jar arme leit, die frum, ellend und erber sein, beclayden, aber nit unnutz volckh als pueben, löter, sterczer oder sich stetiglich auf den petl legen, doch sollen sollich notdurfft personen alweg dem burgermayster anzaigt werden, mit des rats und bevelch die claydung alweg beschehen soll. a Über der Zeile nachgetragen. b Über der Zeile nachgetragen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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