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III.2 Tirol: Hall/Tirol – Bürgerspital (Edition Nr. 22–26) 549
Unterpfriendtner: Mittags: fleischsuppe wie vor ½ xr., zettelkraut ½ xr., knödl von
ehehalten wie am Sonntag 2 xr.; Nachts: speckknödl wie die oberpfriendtner 3 xr.,
rübeskraut ½ xr., gersten 1 xr.; [Latus:] 4½ xr.
Mittwoch
Oberpfriendtner: Mittags: suppe von knödl mit brod 1 xr., mues von waizenmehl in
wasser 1½ xr., zettelkraut, wenn aber Quatember fällt, gibt man arbessuppe, schadenblättl
und zettelkraut ½ xr.; [Latus:] 3 xr.; Nachts: wirfelnudel von roggen und gerstenmehl 3
xr., rübeskraut ½ xr., gersten, am Quatember aber fitzthum und rübeskraut alleine 1 xr.;
[Latus:] 4½ xr.
Unterpfriendtner: Mittags: knödelsuppe wie oben ½ xr., knödl wie die ehehalten 2 xr.,
zettelkraut, am Quatember aber wie die oberpfriendner ½ xr.; [Latus:] 3 xr.; Nachts: auch
wie die oberpfriendtner wirfelnudl 3 xr., rübenkraut und gersten ½ xr. Am Quatember
aber wie die oberpfriendner 1 xr.; [Latus:] 4½ xr. [/]
Donnerstag
Oberpfriendtner: Mittag: wie oben am Erchtag 11½ xr.; Nachts: extra allda 1 pischl per 5
kiechl 3 xr.; [Latus:] 14½ xr.
Unterpfriendner: Mittags: auch wie oben am Dienstag 7½ xr.; Nachts: extra 1 pischl per
5 kiechl 3 xr.; [Latus:] 10½ xr.
Freytag
Oberpfriendter: Mittags: suppen eingebränte 1 xr., zettlkraut ½ xr., tampfnudl von
roggen und türkenmehl im wasser 3 xr.; [Latus:] 4½ xr.; Nachts: prensuppe 1 xr.,
rübenkraut ½ xr., wirfelnudl wie am Mittwoch 3 xr.; [Latus:] 4½ xr.
Unterpfriendner: Mittags: wie die oberpfriendtner 4½ xr.; [Latus:] 4½ xr.; Nachts:
prensuppe 1 xr., rübenkraut ½ xr., wirflnudl wie am Mittwoch 3 xr.; [Latus:] 4½ xr.
Samstag
Oberpfriendtner: Mittags: suppe eingebränt 1 xr., mues wie am Mitwoch 2 xr.; doch
wenn die kühe zu haus in der för, milch samt zettelkraut ½ xr.; [Latus:] 3½ xr.; Nachts:
suppen 1 xr., ein frägele wein 1½ xr.; [Latus:] 2½ xr.
Unterpfriendner: Mittags: Wie die oberpfriendtner 3½ xr.; [Latus:] 3½ xr.; Nachts:
brennsuppe 1 xr., kraut von rueben ½ xr.; [Latus:] 2½ xr. [/]
Dazu auf die ganze woche zween laib brod jedem zu dem tisch thut [für die
Oberpfründner] 4 xr., [für die Unterpfründner] 4 xr. Diese verpflegung zu fleischzeiten von
45½ wochen. Eine wochen für oberpfrientner 1 fl. 20 xr., für unterpfrientner 52½ xr.
In der heiligen Fasten aber wird die verpflegung also abgegeben ordinari:
Sonntag
Oberpfrientner: Mittags: förmilchsuppe 1 xr., reis in der förmilch 1½ xr., zettelkraut ½
xr.; [Latus:] 3 xr.; Nachts: fitzthum 1 xr., prötzensuppe à pr. 1 lb. 1½ xr., 4 gebachene
saure nudl 6 xr. und rübenkraut ½ xr.; [Latus:] 12 xr.
Unterpfrientner: Mittags: wie die oberpfrientner 3 xr.; [Latus:] 3 xr.; Nachts: fitzthum 1
xr., 1 saure nudl 1½ xr., rübenkraut ½ xr., [Latus:] 6 xr.
Spital als Lebensform
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- Spital als Lebensform
- Untertitel
- Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
- Band
- 2
- Autoren
- Martin Scheutz
- Alfred Stefan Weiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2015
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79639-8
- Abmessungen
- 17.5 x 24.7 cm
- Seiten
- 722
- Kategorie
- Medizin