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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 566 -
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566 IV.3 Salzburg: Salzburg (Stadt) – Bürgerspital, Bruderhaus und Leprosenhaus (Edition Nr. 31–35) IV.3 Salzburg: Salzburg (Stadt) – Bürgerspital, Bruderhaus und Leprosenhaus (Edition Nr. 31–35) Nr. 31 Ordnung des Bürgerspitals in Salzburg. Salzburg, 1512 Archiv: AStS, Städtisches Stiftungsarchiv, Buchförmige Archivalie 108, fol. 125r–133r; SLA, Churf. u. k. k. Regierung XLVI B 3 (Abschrift frühes 19. Jahrhundert) Druck: Stadler, Bürgerspital 49–53. [125r] Vermergkht ain ordnung der armen leut unnd dinstpoten in der burger spital hie zu Saltzburg und die sol von ainem yeglichen gehalten werden, wie hernach begriffen ist. [1.] Item von erst ist zumergkhen, daz ain yeligs spital gezelt unnd genennt wirdet ain geistliche hausung und wonung unnder anndern geistlichen gutern, behausungen unnd wonungen. Darumb sol kainerlay unerberkait, unfueg, unwillen noch unzucht durch wort oder werch darinne nit beschehen, schenndten noch lesstern, noch neyd oder has, noch khainerlay unweis noch ungerat sol sich erheben noch gestatt werden. Wer aber des ains oder mer gebrauchen wurde, der sol aus dem spital geschafft werden oder werde in das khöterl gelegt oder dy pfrunndt genommen, lennger oder khurtzer, nachdem und der hanndl mer oder gros ist. [2.] Item es sol auch ain yeglichs, daz in dem benanten spitel ist, es hab pfrundt oder nit, auch unndtermaister und ain yeglicher dinstpot, des spitals knecht und diern, nach ordenung und innhalltung der stift mit allen pfarrlichen rechten dem spitalpfarrer unnderthenig und gehorsam [125v] sein, die sacramennt, peucht und pueß, gotsleichnam und dy heyligen ölunng von dem benannten pfarrer nemmen und empfahen und ausserhalb seins urlaubs sol nyemand khainem anndern peuchten, weder auff gnad noch sonnst, unnd welches annders darinn thät und dawider, das mag der pfarrer straffenn nach billichkait und wie recht ist. [3.] Item es sol auch ain yeglichs, er hab die pfrundt oder nit, beystanndt thun zu der begrëbnuß mit dem gepet und opfer zue dem alltar nach gewonhait mit ainem pfenning, wer den hat und vermag. Wer das unbillich und lassigklich versaumet und nitt volbringt, dem werd desselben tags dy pfrunndt genommen. [4.] Item ain yeglichs, das in dem spital ist, es hab pfrundt oder nit, das sol sich zu funnff mal im jar beraittenn und schigkhen, mit peucht und andacht zu empfahen das hochwirdig sacrament Gottes leichnam, das ist an Weichnacht abend, an dem Mitwoch vor dem Antlastag, an dem Pfingst abent, an unsrer lieben Frauen Schidung abennt, an Allerheyling abenndt. [126r]
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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