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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 581 -
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IV.3 Salzburg: Salzburg (Stadt) – Bürgerspital, Bruderhaus und Leprosenhaus (Edition Nr. 31–35) 581 [21.] Zum ainunndtzwainzigisten, also solle er jederzeit vleissig sorg der lüechter und feuers haben, daß nit schaden zuegefiegt werde oder (da Gott vor sey) ein prunnsst enntstee. [22.] Zum zwayunndtzwainzigesten, kheinnem siechenvatter solle befuegt sein, diennstpotten auf- oder anzenemmen, sie zuschlagen oder zuverstoßen auß dem hauß ohne vorwissen des siechenmaisters. [23.] Zum dreyunndtzwainzigisten, ob gedachter haußvatter solle allain denn stainn oder püxen nit eröffnen, sonder in beiseinn des eltisten oder vom siechenmaister darzue verordneten. [24.] Zum vierunndtzwainzigisten, dem siechenmaister, alß dann dem hausvatter solle jederzeit billicher gehorsamb unnd ehrerbüettung auf das embsigist gelaist werden, würdet auch vonn denn haußkhünndern erfordert, sich selbst undteinannder in gebühr zulieben, das Gott, der allmechtig, denn jhenigen, so in seinem h(eiligen) nammen einhelliglich versamblet sein, sein gnad und seegen dessto reichlicher mitthaille. [25.] Zum fünffunndtzwainzigisten, wellicher siechenmentsch unzucht oder unfueg trib, das wider Gott were, mit unkheüschheit, stellen, schlagen oder stosßen unnd ob ainns dem anndern mit wortthen oder werckhen sein ehr abschnitt oder anndern leüthen, es sei im hauß oder ausßers haus, daß soll urlaub haben auß dem haus unnd die pfriennt hinfüro nimmer haben noch genüsßen. Es soll ime auch der siechenmaister khein pfenninng hinauß göben, wennig noch vill. [26.] Zum sechsunndtzwainzigisten unnd lezten, sollen diße obbeschribene punncten auf das schörffist unnd unverennderlich gehalten werden, dössen dann guette Abb. 81: Salzburg; Seitenansicht des Leprosenhauses (Kirche den Heiligen Hieronymus und Antonius geweiht) in Mülln und der Kirche des Augustinerklosters Mülln (Foto: Alfred Stefan Weiß, 2012).
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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