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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 713 -
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Seite - 713 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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VI.14 Steiermark: Seckau – Klosterspital (Edition Nr. 72) 713 allen höchst anerbotten, das alle mit einander in der wochen den rosßenkhranz laut betten sollet, ein theill voran, der ander nach und diß sol geschechen, an Montag sol die mainung sein vor glückh und seegen unsers dombstüffts, am Mittwoch vor die wohlthetter, am Sambstag vor die armen seelen in dem fegfeuer, dan obwohlen vor die andern bettet, so werdet doch theillhafftig werden der guetten werckhe. Anbey werdet auch vermant, wan einer oder der andere ein allmosen schückhet, so sollet demselben tag ebnermasßen nach dem das allmosen ist, auch auf die nacht alle sambentlich betten mit lauter stimm. [7.] Sübendtens, wan es geschechen möchte, das zwey oder mehr miteinander zanckhen und handlen, soliche soll der spittlmaister vermannen, von disen grein händlen abzustechen und aufzuhören, jene auch zu vergleichen, dem unschuldigen recht göben und genuegsamb entschuldigung, dem schuldigen aber beschuldigen, bey welchen der spittlmaister höchst ermahndt ist, das er kheinen falschen vergleicher oder partitenmacher abgöben solt, sondern nach der gerechtigkheit ein mittl machen und urtheilen mueß, dan die gerechtigkheit, wie es in göttlicher h(eiliger) schrüfft zu lösen, ist Gott lieb unnd angenemb, wo fehrers geschechen solt, das er dem schuldigen recht gegöben und beygelögt hat, so würdt er von dem herrn scholastico gestrafft, wan etwan dise grein und zanckhhändl nach seiner des spittlmaisters ermahnung khein endt haben solten, so khan er sye, es sey auch, wer es wolle, straffen an speiß unnd trunckh. [8.] Achten und letztens sollen alle an den Sontäg und feyertägen, kheiner außgenumben (dan allein die khrancke und die nit gechen khönnen) bey der fruehemößß, hochambt und vösper fleisßig erscheinen und vor sich bitten umb nachlassung der sündten, umb ein glückhseeliges sterbstundleyn unnd umb die ewige seeligkheit. So ihr dises alles recht und wohl halten werdet, so seyet versichert, das glückh unnd seegen bey dem spittall seyn würdt, so lang ihr bey einander löbet und nach disen löben würdet euch Gott anschauen und euch erfreyen mit allen außerwöhlten in dem himmel in alle ewigkheit und das würdt geschechen, so gwüß alß amen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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