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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 736 -
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Seite - 736 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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736 VII.1 Oberösterreich: Repräsentation und Kammer – (Edition Nr. 78–88) [15.] Soa ist auch fünffzechentens den müllner (wie bei der herrschafft gebreuchig) von jeden metzen khorn [6r] zu mahlen 2 xr., item von ainen metzen waiz zum schratt 4 xr. bezahlt worden, bei deme es ingleichen sein verbleiben hat, doch ist jederzeit daß khorn nach der ordnung ain weders ain halber oder viertl muth an die mihl zu geben und ist der mühlner schultig, von ain halben muth khorn 21 strich mehl und 32/₄ metzen kleuben zu lifern, welche kleuben so dan auf ein schweindl, wann anderst aines in dem spittall verhanden, verfürdert werden khönnen. [16.] Sechzechenten ist vor disen nuer das jahr hindurch füer die spittaller zum schradt an die mühl zu geben, drey metzen halbs waiz und halbs gersten passiert worden, den 24. Januarii 1667 haben ihr gnaden g(nä)dig verwülliget, daß füerohin zum schrott jährlich zwenn metzen waitz und zwenn metzen gersten gegeben werden solte, welches auch selbsten ihnnen, spittlmaistern, mündlich anzaigt haben, doch solle achtung gegeben werden, daß der mühlner damit nicht unthreu umbgehe, den grüeß und daß mehl sollen die spittlmaister auf den spittall kasten in ihrer verwahrung haben und der mayrin nach gelegenheit der umbständt nach und nach herfüer geben. [17.] Dem khraudtschneider hat man zum sibenzehenten biß hero von jeden schaff voll khrauth 2 den. geben, bey dem es zwahr sonsten auch verbleibt, wan aber füer besser eracht würdt, das man daß krauth nach [6v] dem tag schneiden lasße, so solle hierinnen des spittalls nutzen betracht werden. [18.] Zumb achtzechenten haben die spittlmaister in namben des spittalls schon etlich jahr herr ain tagwerch zöchwüssen, die zum Gotts haus Altenburg gehörig, beym Zeitlhoff gelegen, in bstandt gehabt und darvon zum jährlichen bestandt geben zween gulden (unangesehen sonst die anderen bestandt leith etwas mehrers davon geben müessen), wan man nun deren ins khünfftig zum spittall noch bedürfftig ist, so solle es auch in disen ebenfahls sein verbleiben haben. [19.] Neunzechentenc haben sie, spittlmaister, in vorrigen raittungen jederzeit einen uncossten wegen des maderlohn eingebracht, weillen aber in denen alten rechnungen niemahlen nichts davon einkhomen, sondern jederzeit der aine spittlmaister aus der baurschafft hat verrichten müessen, also ist auch anjezo solches maderlohn von dem spittall zu bezahlen ganz eingestelt und ist daß mähen der zeit Mayrhoffer als spittlmaister (welcher ohne daß wegen des spittall von der herrschafft in dennen ordinari robathen frey gelassen würdt, gleich wohl hat er sich in eraügneten fahl der extra [7r] ordinari robath eben so wenig alß sein vorfahrer zuerwaigern) neben allen beym spittall nottwendtige fuhren, alß zechent, holz, traidt unnd andere fuhrn, auch das wüsen mähen und heyführn zuverrichten schuldtig. [20.] Zwaintzigisten haben mehrerwente spittlmaister in ihrer vorigen raittungen allzeit gemainiglich zuer spittall ain gantzen stokh salz erkhauffet unnd nur per bausch verbraucht worden, auch in der raittung per ausgab eingebracht, weillen man aber wohl mit etwas weniger auskommen kan, so sollen die spittlmaister ainen stokh salz, entweders bei der herrschafft oder anderwertig erkhauften und in ihrer verwahrung auf dem spittall casten haben, auch allzeit der in 3 wochen ain mäsl herfüer geben, solcher gestalt ihnen dasselbe auch in ihrer raittung füer ein richtige ausgab passiert würdt. a Am linken Rand: Mühlner. b Am linken Rand: Wißen. c Am linken Rand: Wisenmähen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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