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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 763 -
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Seite - 763 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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VII.2 Oberösterreich: Eferding – Herrschaftspital (Edition Nr. 89–97) 763 [7.] Siebenten die besoldung des predigers soll sein neben einer freyen wohnung und gebrauch des priesters hausß und aller seiner zuegehorung, wies von alter gewesen, quottemberlich funff und zwaintzig gulden, das ist järlich hundert gulden, sambt zechen khlaffter holz und ain pfundt khraut. Nr. 94 Instruktion für den Herrschaftspital-Spitalpfleger (Schifersches Erbstift) in Eferding. Warschau, 1787 Oktober 1 Archiv: OÖLA, Schifersches Erbstift, Schbd. 3, unfoliiert Druck: grieNBerger, Erbstift 298–303. Rückvermerk: Instruktion. Instruktion für einen jeweiligen pfleger des freyherr(lichen) schiferischen erbstifts zu Eferding [1.] Vorzüglich muß gleich beim antritt der amtirung ein ordentliches hand- oder steuerbuch und ein waisenbuch vorhanden sein oder errichtet, die protokoll und waisenbuchsführung fortan reinlich gehalten werden, um mit den unterthanen in allen fällen nach der allgemeinen vorschrift vollkommene richtigkeit zu pflegen und damit auch die landesfürst(lich)e anlagen in den gesetzten terminen, bei ansonst wegen eines sich etwa ergebenden saumsals eigener haftung abgeführet werden. Dieses vorausgesetzet werden [1.1] 1tens dem jeweiligen pfleger, gleich seinen vorfahren, zum jähr(lichen) gehalt in baaren 250 fl., dann sammentliche pflegsabhandlungs und die uibrige einen bezug auf den beamten habende kanzleitaxen nebst anderen zuflüssen an naturalien als an holz, welches durch die stiftpferde unentgeltlich zugeführet wird, jähr(lich) 10 klafter hartes und 20 klafter weiches, wo[/]mit auch das einheizen für die kanzlei und die eigenen bestreitung des hackerlohns verstanden ist: waiz 6 metzen, korn 18 metzen, auf 1 pferd haaber 26 metzen, auf 2 kühe die nothwendige fütterei, die ihme, pfleger, von der Steeg- und Hofwiese durch die mairpferde muß zugeführet werden nebst dem benöthigten stroh sowohl zur streu als winterfutter, so jedoch auf eigene kosten geschnitten werden muß. Auf hünerfutter haaber 4 metzen, an salz 4 stöcke, den stock zu 25 lb., an essig 4 eimer, an kerzen 10 lb., an frischlingen jähr(lich) 2, die auch von dem spital müssen gemästet werden. Von der spitalmast schweine 12 bratwürste, zu Martini statt der jähr(lichen) ganns 30 xr. aus geld, von einer im spital geschlachteten kuhe oder stier jedes mal 30 lb. fleisch bewilliget und wie bisher die pflegswohnung im ersten stock des herrschaftlichen freihauses nebst der stallung für 2 kühe, der kuchel, gewölbe, uibrigen behältnissen, pflegspferdstall im spital und dem gärtl zur nutzniessung und gebrauch eingeräumet, auch die daselbst nothwendigen reparationen auf unkösten des spitals zugestanden, dahingegen die nur auf eigene mehrere bequemlichkeit abzielende veränderungen und verbesserungen aus eigenem säckel zu bestreiten kommen, wo anbei [/] [1.2] 2tens derselbe nicht nur alle mit der pflegsamtirung verbundene stiftsgeschäfte und verrichtungen zu besorgen, sondern genaue obsicht auf gute wirthschaft, erhaltung und vermehrung der stifts einkünfte, somit auf dessen rechte und gerechtigkeiten zu tragen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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