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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 768 -
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768 VII.2 Oberösterreich: Eferding – Herrschaftspital (Edition Nr. 89–97) am grünen Donnerstag 5 fl., dem thurnermeister waiz 3 metzen, korn 8 metzen; der rauchfangkehrer hat 12 fl. 30 xr., der pfister 22 fl., item 3 klaffter scheiter; der mair hat zur besoldung bei dermal mehrerer arbeit 30 xr. für ein neues jahr 1 fl.; der roßknecht hat zur besoldung bei gleichfalls mehrerer arbeit 20 fl., für ein neues jahr 34 xr.; der prügelknecht 6 fl., der futterschnei[/]der 6 fl.; die mairinn hat besoldung 10 fl., für eine neues jahr 51 xr.; die gr[oße]a diern 6 fl., die kleinere 5 fl. 30 xr.; dem herrn stadtpfarrer werden jährlich für de[ssen] aemter gegeben 5 fl.; der uhrmacher hat jähr(lich) bestallung wegen der thurmuhrrichter[ey ...]; nebst dem wird noch erlaubt, das sonst von alters her gewöhnliche neue jahr als den pfarrvokalisten 1 fl. 8 xr., dem thurnermeister 1 fl. 8 xr, den nachtwächtern 34 xr., den thurmwächtern 28 xr., den barmherzigen [Brüdern?] 34 xr., den 2 fleischhackerknechten 2 fl., den schmidknechten 1 fl. 30 xr., dem mühljungen und fuhrknecht 2 fl.; dem spitaldiener sind zur besoldung ausgeworfen 24 fl., item 1 rock, 2 paar schuhe, 2 stuck hemder und wochentlich 1 laib brod, 2 klaffter holz und 2 schilling witt. Das sonst gewöhnliche Michaeli gspent hat nun gänzlich zu unterbleiben und wird zu andern heilsamern werken verwendet; der rechtsbestellte des spitals, herr doktor Riedl, hat zur jähr(lichen) bestallung 12 fl., für den stallungs bestand 8 fl., schwaben stroh 40, 1 lb. kraut, 1 frischling. [7.] 14tens Sollten sich aber sowohl in obausgesetzten bestallungen, besoldung oder abgaben, als auch in anderwegen einige zweifel aussern, die durch gegenwärtige instruktion nicht klar könnten erörtert werden, so ist der herr benefiziat als begwalteter hierum zu befragen und hat, was thunlich zu sein scheint, vorzukehren. [8.] 15tens In uibrigen versicht man sich mittels der gewöhnlichen angelobung, daß ein zeitlicher pfleger den bekannten pflichten zu folge obigen verhaltungspunkten genauest nachkommen, mit den seinigen einen christlichen, auferbäulichen lebenswandel führen, keine dem stifft nachtheilige unterhandlung und nachbarschafft pflegen, endlich alle schuldigkeiten nach den landesgesetzen und herrschaftlichen befehlen getreulich erfüllen werde. So beschehen zu Warschau, den 1. October des 1787ten jahrs. [L. S.] Cecilia gräfin von Sulkowska, geborne baronne von Schifer und Sonderndorff Nr. 95 Speiseordnung des Herrschaftspitals (Schifersches Erbstift) in Eferding. Eferding, 1608 Archiv: OÖLA, Schifersches Erbstift, Hs. Nr. 2: Urbar 1608: Urbary yber das spittall Efer- ding etc. [alter Archivvermerk: No 175], unfoliiert Verzaichnus der ordtnung, wie es ein spitlmaister mit den armen und dem dieneten gesindt der cost halber halten soll [1.] Erstlich sol jedwedern armen alle vierzehen tag zwen laib brott, das jedlicher achtzehen pfundt in taig wigt, geraicht und gegeben werden, dem dieneten gesindt die notturfft. [2.] Zum andern soll der spitlmaister alle wochen auf die armen und das dienet gesindt acht und zwainzig pfundt rindfleisch nemben und solliches under sie austhaillen, a Beschädigung des Papiers.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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