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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 769 -
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VII.2 Oberösterreich: Eferding – Herrschaftspital (Edition Nr. 89–97) 769 damit sie in der wochen viermall fleisch haben khünen, die ubrigen täg soll er sie von allerlay zuegmües, millich, gersten, prein, spältl arbais, gries, und wie es die gelegenheit gibt, speisen. [3.] So offt sie zu Gottes tisch gehen (welliches alle Quottember geschechen soll) soll der spittlmaister jedwedem armen ain mäsl wein und umb zwen pfening semel geben. [4.] Zu Martini soll jedwederm ain viertl von einer ganns und umb zwen pfening semel und ain mäsl wein geraicht werden. [5.] Zu Weinachten soll den armen aus dem spittall, da es verhanden, wo aber nit sonsten ein khalb erkhaufft und under sie ausgethailt werden, wie auch jedwedern ain mäsl wein und umb zwen pfening semel. [/] [6.] Zu dem Faschang tag jedwedern armen ain mäsl wein und umb zwen pfening brott. [7.] Zu Osstern soll ihnen abermall ain khalb erkhaufft, ain mäsl wein und umb zwen pfening brot unnd jedwedern zehen, dem dieneten gesindt aber jedwedern vier ayr ausgethailt werden. [8.] Also soll es auch zu den Pfingstfeyrtagen gehalten werden. [9.] Item wann das khrautt ausgeslachen, wierdt denn armen leithen ain pfundt khrautt geraicht, welches sy ierem gefallen nach verkhauffen unnd das gelt unnder sy außtaillen mögen. [10.] Item soll man imerdar siben khie bey dem spitall, davon milch und schmaltz zu der armen underhaltung gebraucht werden, halten. [11.] Mehr soll man järlich drey schwein kauffen oder bey des spitals mayrhoff messten, die gantz und gar den spitalern zu ihrer khost verbraucht und angewendt werden sollen. [12.] Ingleichen soll man von des spitals gehiltz ain hundert khlaffter prenholtz järlich zu des spitals gebrauch in der kuchel und stubenhaitzen hackhen lassen. [13.] Item soll auf das spital järlich die notturfft salz geraicht werden. Nr. 96 Instruktion für den Herrschaftspital-Spitalmeier (Schifersches Erbstift) in Eferding. Eferding, 1756 Jänner 8 Archiv: OÖLA, Schifersches Erbstift, Schbd. 3, unfoliiert Druck: grieNBerger, Erbstift 288–290. Instruction, wie die spittäller und mayrleuth in dem baron schiferi(schen) spittal stüfft zu Eferding sowohl in der kost als klaydung zu verpflegen seynt [1.] Erstlich alle Sonntag haben die spittäller und mayrleuth zweymahl rindfleisch, Montag, Erchtag, Mittwoch und Pfingsttag nur zu mittag, jedwedere persohn ½ lb. rindfleisch. [2.] Andertens Freytag, Sambstag und andere fasstäg zu mittag entweders grieß oder mehl-koch, hirschbrein, gersten, arbeiß, gedörtes obst oder offenwöckel, welches unterschiedlich verwechslet wird, und werden genohmen zu dem mehlkoch 2 mässl, zu dem grießkoch 1½ mässl brein, gersten und arbeis, 1 mässl und 1 schöpff löffel voll. Zu
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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