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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
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VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103) 775 VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103) Nr. 98 Instruktion für Hans Edlinger, Bürgerspital-Spitalmeister in Freistadt. Freistadt, 1635 April 3 Archiv: OÖLA, StA Freistadt, Sch. 470; ebd. (Konzept) Rückvermerk: Instruction für jezigen und khonfftige spitlverwalter, die spitaller, mayr, ge- sindt und andere betreffendt; aufgricht den 3. Aprilis anno 1635. Spitallinstruction Es ist bißhero ainem ersamen rath der statt Freystatt zuvil undterschiedlichmallen, sonderlich durch die spitlverwalter clagweiß fürgebracht worden, das bey dem spitall und spitlhoff grosse unordnungen eingerissen seyen, massen bemelter rath erfahren, das man mit dem einkhomben nit erkhleckhen khünen, und derselbe auß gemainer statt intrada stettigs zuebüessen müessen, zu verhüetung aber dessen und damit ain spitlverwalter hinfüro ordenliche raittung übergeben, in empfanng und außgab den sachen recht zuthuen wisse, hat ermelter rath für nothwendig befunden, dise instruction dem jezigen spitlverwalter herrn [/] Hannsen Edlinger, des aussern raths, nit allein ime, sondern dennen khonfftigen, verfassen und anhendigen zulassen, wellicher er unnd sye, spitlverwalter, also unfelbarlich nachzukhomben und ihre bescheinte raittungen darauf zu füehren haben. Da aber er und die nachkhombene spitlverwalter irren oder fählen wuerden, sollen sye dasselbige püessen, dann aines und annders, es seye vill oder wenig, in aufnembung der raittungen außgestellt werden solle. Und hat dise orriginal instruction ain dem andern zu übergeben. [/] [1.] Erstlichen ist zuwissen, das jeziger zeit der spitaller mit der spitall khöchin fünffundzwainzig, es ist aber des spitalls einkhomben nit, sovil persohnen davon zuerhalten. Dahero solle jeziger und khonfftige spitlverwalter, damit hinfüro über zwainzig, ausser der spitlkhöchin, hinein genomben, sondern das zu jederzeit auf die erlebte arme burger und burgerinnen oder deren gebrechhafften khinder, dahin diss spitall gemaint, gedacht sein und das solliche vor andern hinein befördert werden, wie er und sye in abforderung der berichten, ob etwo aines oder anders zu dem spital herzue zu bringen hete, dahin zugehen haben. Die jezigen spitaller aber, so bißhero die cosst gehabt, sein darin zulassen, es seye dan, das ains oder anders sovil verschuldet, das man dasselbe dem verbrechen nach herauß thuen müesste, die jenige aber, dennen man die cosst nit geben, haben ir gelegenheit anderwerths zesuechen, er und sye, spitlverwalter, sollen in allen spitlraittungen, der spitaller namen einbringen, wann aines davon stirbt, [/] und
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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