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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 790 -
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Seite - 790 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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790 VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103) zu h(eiliger) osterlicher zeit gebrauchen und hinführo in den feldern und andern gründten in allerlay verrichtung, fruer alß bißhero beschechen, nem[/]lich morgens zwischen fünff und sechs, nachmittag umb ain uhr, es sey mit der zaug oder anderwerts zu der arbeith greiffen sollen. Wideriges fahls er sie der gebür nach in ainem und andern abzustraffen und, da es vonnöthen, den herrn burgermaister umb hilff und mehrers einsechen anzurueffen hat. Und obwollen man hinführo bey dem spittallhoff gleichsovill alß bißhero beschechen anzupauen hat, so soll doch er, spitlverwalter, weder auff die rosß noch das rindviech khainen schaub- oder fuederschneider halten, sondern durch ihne, mayr, und das gsindt alles verricht werden, seint auch dahin anzuhalten, das sie zu den wägen und pflüegen allerlay gerechtholz, müden und dergleichen machen, mehrers hopffen legen und [/] züglen, alle jahr wenigist ain mezen haar linset pauen, durch die mayrin und diernen, sovill sie zeit haben, außzumachen und für das gesindt oder die armen spittaller zur leinbath außzuspünnen, damit mans nit alles umbs gelt khauffen darff, sondern mit der notthurfft beym spittall versechen seye. Das khrauth, mehren und weisse rueben sol alles in das spitall zusamben gefüehrt, darvon dem mayr von acht biß zehen emer eingeschniten khrauth, zehn oder zwelff mezen gelb rueben zu sein speißnotthurfften, dan auch dem lateinischen schuelmaister vier und dem meßner zween emer eingeschnittenes khrauth gegeben werden, das ybrige ist auff der armen spitaller sowoll des spitall viechs notthurfften gehörig, sowollen hat ermelter meßner hinführo das mehl zum oblath bachen, von dem khirchen verwalter und nit mehr auß dem spitlambt zunemben. [/] Weillen man auch fürters hin von dem spitlhoff und sonst niemandten winters zeit zu denen preuheüßern das wasser füehren lässt und aber die roß nit allezeit zur stöll sein möchten, solle das wasser alßdan durch die oxen geführt, sowollen auch andere fuehren und im pauli markht mit der schlepffen durch dieselbe bei der statt verrichtet werden. [7.] Wann dan zum sibenden ain ersamber rath gedacht, wie jezo also hinführo neben dreyen oder vier par oxen, auch vier rosß zuhalten, will derselbe genzlich verbotten haben, das mit solcher zaug anderst nichts, als was zu der stat und spittals nuz geraicht, geführt werden solle. Es sey dan, das man ainem oder anderm mit fuehren zum anpauen, fexnen und anderer arbeith auff widerhilff helffen thate. Sonsten solle mit denen rossen, da man anderst vor der [/] arbeith khan, auff der strasß mit güettern, salz oder pier umb den lahn gefahren, und das fuehrlohn vermig ainer absonderlich in raittung beiligenden specificierten verzaichnus ordentlich verraitt werden. Zu dem ende er, spitlverwalter, auff jeder raiß nach Linz oder Mauthaußen zu dem wochentlichen fuetter zway viertl habern, mehrers und den khnechten, da deren zween, für alles zur zöhrung (ausser des andern uncossten, da ainer außgelegt werden müesste) ain gulden zugeben, sonsten hat er auff die vier rosß, wan sie bei hauß verbleiben, für wochentliches ordinari fuetter auff ain par ainen strich habern zuraichen, dafern sie aber, wan in der anpau und fexungs zeit die arbeit groß und heüffig ist, darmit nit erkhleckhen solten, so solle der spitl verwalter sich bey herrn burgermaister anmelden, damit er durch schrifftliches geschäfft auf bemelte pau oder fexungs zeit allzeit etwas mehrers verordtnen thue. Damit man auch mit [/] denen fuehren nit gesaumbt werde, er, spitlverwalter, mit zween gueten wägen sich allzeit versechen und, was anjezo manglet, machen lassen solle. [8.] Achten ist dem spitlverwalter unnd mayr verbotten, ainziges grundtstuckh von äckhern, wißmath oder ängern, weder vill noch wenig, bey straff weder umb bstand oder sonsten fexnen zulassen, zumahlen die ybrigen und außwendige gründt nunmehr ohne
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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