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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
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VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103) 805 mayrhof abgefierth und hergeben wierdet, früehelings zeit wider auf die spitall gründt zufiheren und nicht anderstwohin zuverschleppen. [10.] 10mo Wenn aus dem denen spitallern eines, so kranckh wehre, und also die ordi(nar)i cost nicht genüessen khunte, solle dem spitall verwalter ohnverwehrt sein, auf dergleichen schwache, es seye von jungen fleisch oder geringen speiß anstatt der anderen cost zu verschaffen. [11.] 11mo Wann bey dem spitall ein khue oder ox geschlachtet wierdt, so soll solches mit des herrn burgermeisters vorwissen beschehen, ihme nach der schlächtigung alsobalden ein zötl eingeraicht, darinen specificirt werden, wievill daß rindt am fleisch und inslet gehabt, dises zötl soll von herrn burgermaister unterschriben und pro certificationem vom spitall verwalter in raittung [/] beygebracht und also dasselbe rindt allezeit in empfang vorgemerckht werden. [12.] 12. Wann man den puetter auslöst, soll man dennen spitallern zu zeiten ein schmalz koch machen und geben, wie zuvor daß aus gelassene schmalz aber soll ordentlich in empfang genomben und verraittet werden, die semmel zum schmalzkoch khönnen von des Strauss, pöckhen, wochentlichen zins semeln deren 12 xr. genomben, damit mans nicht absonderlich kauffen derff, und die übrigen semmeln, die man zum schmalz koch nicht vonnöthen, unter die spitaller oder unter die kranckhe außgetheilt werden. [13.] 13. Vermög spitall verraittung khomben alle jahr 19 fl. schuechgelt, per außgab hiervon bekhomben 3 tagwerckher weiber, welche zum heugen und in der fexnet zeit helffen, zusamben 12 fl. und, solang sye in der arbeith, täglich 1 seitl pier und täglich etwas warmbes, mithin zu solcher zeit etwas mehrers an schmalz, gries und [/] mell hergeben wierdet, weithers bekhombt der Moriz, welcher daß pier hinaus traget, 1 fl., item die köchin 1 fl., die ybrigen 5 fl. bekhomben die noch verhandtene 26 spitaller zu ihrer gleichen vertheillung. [14.] 14. Er und künfftige spitallverwalter sollen am mayrhof für die spitaller nicht mehr als 15 hienner und 1 hann halten, darauf wochentlich windters zeit ain achtl haabern, sommers zeit aber, wann sye ausgehen khönnen, etwas weniges zu geben, passirt werden, jedoch daß die ayr auch die spitaller und sonderlich die krankhen genüessen, und solche nicht anderwerts verwendet werden, wie dann ingleich die andere diensthienner und ayr für sye zu verspeisen seindt. [15.] 15to Mit auferziehe- und haltung des viechs am spitlhof soll man es also halten, daß jährlich 4 stierl und zway küe kälber, und mehrers nicht, abgenomben werden, damit das viech nicht zu heuffig seye, sondern sovill man jahrlich mit der fuetterey, und daß noch darüber jederzeit etwas im vorrath verbleibe, wohl außhalten khan, wann aber des viechs auf dem windter zuvill sein wolten, soll man sich im herbst mit vorwissen herrn burgermaisters [/] qua inspectoris aintweeders mit schlächt oder verkhauffung eingeen und darüber alle jahr der spitlraittung eine absonderliche viech raittung, wie bishero beschehen ist, ohnfehlbahr beygelegt werden, darbey hiemit außtruckhlich verordnet ist, so offt ein viech zum spitall erkhaufft oder verkhaufft wierdet, der spitlverwalter dem werth desselben alsogleich zu papier bringen und beym herrn burgermaister ratificieren lasse und dises pro verificatione beylege. [16.] 16. Ingleichen soll er, spitlverwalter, dahin angewisen sein, daß er allezeit zu endte des jahrs neben dem spitlmayr bey herrn burgermeister sich einfinden, die viech raittung und zugleich die raittung des schmalz und inslet, wie alters gebreuchig gewesen, daselbst gemachter vorlegen und unterschreiben lasse.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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