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810 VII.3 Oberösterreich: Freistadt – Bürgerspital (Edition Nr. 98–103)
mach- und schreibung der raittung wie sonst 6 fl.a [/] undb weillen einen verwalter daß
hievor getrifferte pier accidenz bey vor das spitall beschechen besseren pier einrichtung
entgangen, also von dem wierckhlich ein cassierenten inte(ress)e von jedem gulden 3 xr.,
so vermög lezterer raittung betraget 35 fl. 45 xr.
Summa 91 fl. 45 xr.
Item vor daß abgebente pier vor ihme, verwalter, ein deputat alljährlich per 9 emmer.
Und von allen getraydt (ausser des samens und gerssten, so zum melzen hingegeben
würdet und mit geldt ablösenten zehent) von ainen mutt ain mezen casten schwendtung
ihme wie bishero passirt werden. Und zumallen
[36.] 36. gegen der müehewaltung ein spitallverwalter vermeynen mechte, daß hievor
angesezte besoldung vor ihme in etwas zu gering, so ist alhier statt khündig, daß khein
beambter von seinen ambt leben khann, derowegen ein jeder ein behauster burger und
mithin von dessen gewerb oder hanthierung seine nahrung vor sich, dessen weib und
kindern zu[/]suechen hat. Als khombet auch die ohnfehlbahre belohnung von dem
allwaltenten Gott, der einstens in jenner welt zuerwarthen.
[37.] 37. Und schliesslichen behelt ihme der alhiesige stattrath dise instruction
zumündern, zu mehrern, zu verbessern oder aufzuheben bevor, solang es aber nicht
beschiecht, soll sye ohnverbrüchlich gehalten werden.
Zu urkhundt dessen ist gm(ein)er statt Freystatt kleinneres secret insigl hiefürgetruckht
worden. Atcum in senatu, 31ten Decembris anno 1746.
Ich, Johann Georg Schinnagl, des innern raths und dermallig erwölter spitall verwalter
alhier, thue [/] hiemit ein löb(licher) mag(istrat) alda aydtlich angeloben, daß ich hievor
beschribener instruction in all ihren punctis gethreulich nachkhomben wolle und solle, so
wahr mir Gott, seine glorwürdige muetter und alle heylligen helffen, amen.
Freystatt, den 31ten December anno 1746.
[L. S.] Johann Geörg Schinnagl, spittall verwalther, mpria.
Ich, Franz Joseph Haßlinger, deß innern raths und dermallig erwölter spitall verwalter
alhier, thue hiemit ein löb(lichen) mag(istrat) alda aydtlich angeloben, daß ich hievor
beschribener instruction in all ihren punctis gethreulich nach khomben wollen und solle,
so wohl mier Gott, seine glorwürdige muetter und alle heylligen helffen, amen.
Freystatt, den 3ten Novembris 1756.
[L. S.] Franz Joseph Haßlinger, spitall verwalther.
[/] Ich, Johann Jacob Kuer, des außern raths und dermahlig erwölter spittall
amtsverwalter, thue einen löb(lichen) mag(istrat) alhier hiemit aydlich angeloben, daß
hievor beschriebener instruction all ihren punctis getreulich nachkomen solle und wolle,
so wahr mir Gott, seine glorwürdige mutter und alle heyligen helfen, amen.
Freystatt, den 2. Jenner anno 1761.
[L. S.] Johann Jacob Kuer, spittall verw(alter), mpria.
a Am unteren Seitenrand: Latus 56 fl.
b Am oberen Seitenrand: Latus 56 fl.
Spital als Lebensform
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
- Titel
- Spital als Lebensform
- Untertitel
- Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
- Band
- 2
- Autoren
- Martin Scheutz
- Alfred Stefan Weiß
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2015
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79639-8
- Abmessungen
- 17.5 x 24.7 cm
- Seiten
- 722
- Kategorie
- Medizin