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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 842 -
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Seite - 842 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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842 VII.7 Oberösterreich: Steyr – Bürgerspital, Bruderhaus und Lazarett (Edition Nr. 112–119) [2.] Wiewoll nun der beruerten lanndt ausschusß guet bedunckhn darauf gestellt, das solches durch ain sondre person, alls ainen öbrissten visitator oder spitlmaisster der obberuerten lanndt bescheen sulle, so haben doch ir kü(niglich) m(ajestä)t genedigisst erwegen, das solches on ainer sondern cosstn nit bescheen khunn. Damit aber sölch chrisstlich werch, sovill imer gefuerdert werde, haben ir kü(niglich) m(ajestä)t unns genedigisst auferlegt, unns in disem landt aller gelegenhait, mengl und gebrechen, die in den spitall und siechhenheuser sein möchten, zuerkhundigen und dann die sachen notturfftigclich zuerwegen und zuberadschlagen, wie sölch mengl und gebrechen erstat und den armen zu irer unnderhaltung geholffen werden muge. Derhalben wir zu furdrung solches chrisstlichen werchs und irer kü(niglich) m(ajestä)t zu unnderthenigisster gehorsamb bemelten Englshamer unnd Toppler mit diser innstruction und bevelch abgevertigt und inen die erkhundigung und erfarung solcher gebrechen und mengl nachvolgunder maynung zuthain auferlegt. [3.] Demnach sullen bemelter Englshaimer und Toppler ersstlich an die gedachten von Steyr begern, das sy inen das urbar, auch stifftbrieff ires spitals und siechhenhausß, und was ir, der armen leut, järlich gewiss einkhumen und nutzung isst, auch das täglich almuesen ungeverlich erdregt, sambt ires spitl und siechmaissters rayttung des negstverschinen jar fuerlegen und ain glaubwierdige abschrifft darvon zuestellen, auch darneben begern, das sy inen in schrifft ain grundtlichen bericht thuen, wie sy mit annemung, underhaltung und wartung der armen leut handlen [/] und sonderlich ab inen erkhunden, warumben sy sovill gebrechenhafftiger notturfftiger leut vor der khirchn zuligen gedulden und ob dieselben in dem spitall und siechhenhauss nit unnderhalten oder auff das wenigisst beherbergt werden möchtn. [4.] So nun die bemelten von Steyr inen, den comissarien, ir, der armen leut, guldtn, einkhumen und nutzung sambt der ordnung, wie sy in die spitall und siechhenheuser angenomen und unterhalten werden, zuestellen, und auf des, warumben sy sovill ellender personen ausser des spitals auf der gassen gedulden, anzaigen wuertn, das sy von solcher gultn und nutzung nit mer armer leut in das spitall nemben khumen, sullen darauff die bemelten comissari iren rate und guetbedunkhen begern, ob mit gueter ordnung nit ain gemayne samblung zu ir, der armen leut, unnderhaltung aufgericht, auch inen ain hauss oder herberg zu irer wonung geben werden muge, unnd was also darinnen ir guetbedunkhen ist, des sullen die gedachten comissari von inen in schrifft begern und unns neben ander irer hanndlung furbringen. [5.] Verer sullen die gedachten comissäri vor aller handlung ersstlich selbst in das spitall gen unnd sich ausser des spitlmayssters und aller ander frembten personen, ob ainer jeden person in gehaimb erkhundigen, wie ain jeder errstlich in das spitall khumen, ob er dazumall also prechenhafftig und schadhafft gewesen, das er mit der arbait sein narung nit gwingen mugen, und ob er sich mit ainem gellt darein khaufft hab oder umbsonnst on alle vergleichung umb Gotz willen darein genomen worden. Item was täglich durch das gantz jar sein speysß und tranckh sey, und mit was sauberkhait inen das geben wiert. Item so ain arm mensch gantz pethriss worden, also das ime selbst zum thaill oder gar khain naturliche hilff und handtraichung thain mag. Wer demselben wardt unnd ob die wartunng [/] on unnderlass oder schlechtlich und gar selten bescheech. Item welche personen zu solcher wartung verorndt sein. Item so ainer in todts nöten ligt, wie er mit chrisstlicher ermanung gedresst wierdt und durch wen solches bescheech und ob nit ain priester in sonders darzue verorndt sey und was also die armen leut auf ainen jeden articl berichten, des sullen die gedachten commissäri mit vleis beschreiben unnd unns furbringen.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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