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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
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Seite - 845 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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VII.7 Oberösterreich: Steyr – Bürgerspital, Bruderhaus und Lazarett (Edition Nr. 112–119) 845 die litaney von h(eiligen) nammen Jesu, die Allerheilligen litaney samt dem dermahlen gewöhnlichen krieg gebett, wie auch 5 vatter unser und ave Maria samt einen gebett zu den gegeisleten herrn Jesu auf der wisen; auf die nacht täglich den englischen grueß, ein gebett zu der muetter Gottes samt einen vatter unser und ave Maria samt dem salve regina für alle guetthäter, dises nun biß hiehero ist daß tägliche gebett deren alhiesigen spitals pfriendlern. Weiters miessen dise alle Monntäg den h(eiligen) dreyfaltigkeit rosenkranz, am Donnerstag den scherzhafften [!] rosenkranz und alle Sambstäge widerumb einen rosenkranz betten und weillen, wie oben §vo erwehnet worden, aus diesen 32 spittällern vier persohnen in der wertenburgischen stüfftung seynd, so miesßen diese vier in der Wertenburgischen stüfftung sich befündende persohnen neben vorbeschribenen gebettern, vor dem gottsee(ligen) herrn stüfftern und desßen [/] hochadelige familie daß ganze jahr hindurch jegliches täglich einen h(eiligen) rosenkranz extra betten, auch alljährlich am fest des h(eiligen) Stephanni die beicht und h(eilige) communion vor den gottseelligen herrn stüffter aufopferen, worgegen diesen vier persohnen an bemelten tag der extract von der wertenburgischen stüfftung vorgelesen und zugleich daß gestüffte allmosen jeglichen per 1 fl. 30 xr., auch die zu anschaffung hemmet und strümpflein wath vor jegliches gestüffte 1 fl. 7. xr., allen vieren aber zusammen 10 fl. 28 xr. geraichet würdet, im übrigen aber werden diese vier persohnen gleich denen anderen in dem aldasigen burger spitall sich befündenden armen pfrüendlern verpfleget. Und gleich wie [6.] sechstens denen 32 armen leithen in dem alhiesigen burger spitall die eingegangene sambl und pixen gelder von ohnfürdenkhlichen jahren her nebst dem gestüfften reisgoischen krapfen-geld per 5 fl. zu deren gewöhnlichen quartals zeiten, um sich hiervon die nothwendige leibs klaydtung, vor welche ohne dem eine stüfftung verhanden, anschaffen zu können, auf die hand ausgetheillet worden, also werden auch denen selben gleicherwehnte sambl-opfer pixen und krapfen gelder zu vorbe[/]melten ende noch ferers hin beygelassen. Weiter und [7.] sibentens werden mehr mentionirt arme spitällern nachfolgende gestüfftete interesse alß ein h(eiliges) allmosen gestüffter masßen ausgetheillet, auch nachfolgend h(eilige) stüfftmesßen, bey welchen die arme leith im spitall den h(eiligen) rosenkranz vor die stüfftere laut zu betten gehalten seind, zu denen bestimten zeiten gelesen und zwar von dem Georg Zaunerischen 100 fl. legat daß interesse mit 5 fl., von denen acht achtmarckhtischen 200 fl., auch daß interesse mit 10 fl., von lukhnerischen 50 fl. capit(al) daß interesse mit 2 fl. 30 xr., von geymannischen 25 fl. daß interesse mit 1 fl., ingleichen von hochleithnerischen 50 fl. auch 2 fl. 30 xr., von gallenbergischen 100 fl. daß interesse per 5 fl., von Jacob schoiberischen 150 fl. auch daß interesse mit 6 fl.; vor die zannäpenzische stüfft mesß werden 30 xr. bezalt und denen 32 armen in spitall werden jeden 3 xr., allen aber 1 fl. 36 xr. ausgetheillet; vor die von herrn Johann Adame von Paumgarten see(ligen) gestüfften 12 h(eiligen) mesßen werden bezahlet 6 fl., denen spitällern aber würdet bey jeglich h(eiligen) mesß 1 xr. auf 32 persohnen, also 6 fl. 24 xr., denen [/] provisionern von diser stüfftung auch alle quartal 3 xr., zusammen aber 1 fl. 24 xr., dem obmann und sacristan 24 xr. abgeraichet; wegen denen von herrn Johann Georg Koller see(lig) gestüfft 20 h(eiligen) mesßen wern jähr(lich) bezahlet 10 fl., denen spitällern werden zu folge gleichgedacht kollerischen stüfftung alle quartal 3, jährlich aber 12 fl. ausgeheillet, dem obmann und sacristan auch hiervon quartaliter 12, jährlich also 48 xr., und denen ministranten 12 xr. geraichet; vor die von herrn Wolfgang Adam Behamb see(lig) gestüfft 24 h(eilige) mesßen werden bezallet 12 fl., denen 32 spitallern werden von diser stüfftung jeden daz jahr 24 xr., so jährlich 12 fl.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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