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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 908 -
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Seite - 908 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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908 VIII.7 Niederösterreich: Wiener Neustadt – Bürgerspital (Edition Nr. 136–142) Nachdem das spitall ein grundtbüchel [hat], soll spitlmaister khonfftig allezeit Michäelis und Martini, da die dienst gefahlen, dieselben neben einer ordenliche verzaichnuß abfordern und in der lesten quatemberraittung des jahrs umb richtigkhait willen einbringen, also sol er auch ackher und wisen zinß zu jederzeit vleißig einfordern und verraitten. [/] Entgegen soll er auch die dienst oder zinß von den spitl gründten, auch in leßen zehet und pergrecht fleißig richten, zallen und khain ausstanndt anstehen laßen, dardurch das spitall zu schaden unnd umb die gründt khomben möchte, da es aber beschehen, wurde mann den schaden an ime ersuechen, darumben wann er nit waiß, wo die gründt hin dienen, soll er sich deßen bey dem supperintendenten oder unß erkhundigen und bericht nemben. [7.] Wäld Auf die wäld sol auch vleissig achtung geben werden, damit die nit durch frembdte abgeedet und, wann darin tauglich holz, das man raiff im spitall, auch zu den weingarten in der nahet steckhen machen laßen khünen, sol ers mit vorwißen der supperintendenten beschehen, auch soll achtung geben werden, damit das prenholz zu rechter zeit geschlagen, und zu hauß bracht und nit durch andere entführt werde. Er soll auch sein vleissig aufmerckhen haben, daß sonsten in andern gründten dem spitall nichts entzogen und da er erfuhr, das etliche von den spitall entzogen, fleiß haben, mit beystandt der supperintendenten wider herzue zuebringen, der zue wir dann auch, wann es fürkhumbt, gern befürderlich sein wöllen. [/] [8.] Schadhaffte leüth Und nachdem vil schadthafft und prechenhafftige leüth ins spitall genomben werden, sollen sie den stattarzt, welcher jederzeit sein wirdt, dahin vermahnen, das sie dieselben schadhafften leüth zu gebierlicher zeit bindt, da sich ain ihnerliche khranckheit erzaigt, den herrn doctor darzue verordnen und rhat fragen, damit inen taugliche arznei verornd werde. Wann der wundtarzt der gleichen schadthafften khrankhen persohnen oder anderen, welche nit offne schaden haben, sondern mit fieber und andern innerlichen khrankhait haimbgesuchet werden, gemaine speiß verbietten und andere taugliche eßen verordnen, sollen die spitlmaister derselben verordnung, als vil in des armen spitals vermögen, auch treulich nachgehen. Es mögen auch die spitlmaister nach gelegenhait der zeit, und nach dem junges viech verhanden sein wirdt, solchen khrankhen, auch andern spitalsleüthen zu gueten, etwo ain khalb abthuen laßen. Innsonderhait wöllen sie auch dahin gedacht sein, das die armen spitalsleüth guets und schönes brott haben und in dasselbe, nit zu alt oder neu bachen, zu genüeßen fürgetragen werde. Die spitlmaister sollen auch bey der mayr unnd andern gesindt genzlich verfüegen, das sie den armen spitalsleüthen nit aufsezig, widerwertig und im wenigsten nit verdrießlich sein. [/] [9.] Absterbung deren personen im spitall Herr spitlmaister soll ein aigen puech oder register haben, darin die, so in spitall sterben, mit tauf- und zuenamben, auch tag und stundt darin sie sterben, verzaichnet, beinebens
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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