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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 914 -
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Seite - 914 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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914 VIII.7 Niederösterreich: Wiener Neustadt – Bürgerspital (Edition Nr. 136–142) [22.] Den dienstbotten soll er auch ihren lidtlohn gegen schein und zur rechten zeit raichen. [23.] Dem spitlmeister ist auch mit vleiß anbevolchen, daß er daß fleisch, so auch daß prot, sovil sich wochentlich unnd im jar zu ander underschiedlichen zeit auf die armen leüt unnd dienstpotten nach alter gewanheit unnd rechter nottdurfft gebiert, in sein tägliche verzaichnuß oder handt register einschreibe unnd volgents zu außgang ainen jeden Quatember ain rabisch unnd quittung nembe und alßdan solches in seiner anbevolchenen viertl jars raittung oder particular in ainem puncten also einbringe, damit es fein gleich und richtig uberainstimbe. [24.] Ebnermassen in waiz, grieß unnd gerst, prein so wol salvo honore schwein fuedern soll spitlmaister obbmelte ordnung halben. [/] [25.] Insonderheit und vor allen dingen soll spitlmaister die gewöhnlich oder bei der raitcammer passierliche füll, also auch der armen so wol der dienstleüth und taglohner wochentlich geraichten wein unnd trunckh, alß offt inen diser täglich oder wochentlich geraicht wirt, in sein handt register aufzaichnen unnd hernach in bestimbten particular unnd raittung, womit specifice doch mit ainem außfüerlich puncten, darinnen er sich in alweg in bemelt sein handpüechl glaubwierdig referieren khan, einbringen. [26.] Unnd wann spitlmaister zu leütgeben vermaint, sol er solches mit vorwissen herrn burgermaisters thuen unnd ohne dessen vorwissen under den raiffen nichts verkhauffen. [27.] Es sollen auch die spitlmaister vor allen dingen nit underlassen, daß sie umb daß ordinari so wol alß extra ordinari paugelt von richter und pergmaister selbsten (dieweil inen destwegen das ubersgehergelt geraicht wird), aufs wenigist aber auch von den weinzedlen, wan sie anderst glaubwirdig sein, schein nemben, dan nit genueg, daß etwo daß gelt hinauß geben unnd, ob es gleich nit beschicht, in raittung eingesetzt, sondern es haist unnd ist billich, daß auch die arbait gericht unnd bescheint wiert. [28.] Und weilen die spitlmaister für aufrichtig gehalten werden, also gedenckht man auch nit, daß sie selbsten ainigen vortl brauchen, vilweniger ain ungerechten schein annemben und bei solcher füersichtigkheit wirt inen auch ir raittung desto leichter und richtiger sein. [29.] Neben disen obbemelten puncten ist vast notwendig, daß der spitlmaister jede arbeit zu seiner gewöhnlichen zeit besichtige, ob solche recht und treulich beschehen. [/] [30.] Wan er aber mangl und schaden befindt, den weinzetl starckh darumb anclag unnd, sovil die notturfft in allem erfordert, nit finden lassen. [31.] Es soll auch spitlmaister zu leßens zeit eheste füersehung thuen, damit die notturfft vaß, raiff unnd pendt so wol auch der pinden umb rechten werth bestelt und erkhaufft werde. [32.] Es so auch ainer under den spitlmaistern dem lesen mit vleiß, der ander aber dahaimb dem pressen unnd giessen beiwohnen unnd, damit derzwischen khain untreu beschehe, guette acht und correspondents aufeinander halten, es sollen auch vertraute aufrichtige presser bestelt, inen nebens wolaufgesehen, daß die vaß sauber und wolabgeprent, jedes gewächß besonder gossen unnd, wan aines vol ist, alspaldt ain zetl, was es für gewächs, daran gemacht, volgents und so bald daß leßen und pressen fierüer, wo nit ainem ersamen rath, jedoch in alweg dem herrn burgermaister solches angedeütet und die visierung solcher fechsung begeren, wie auch zwo gleichlautundte zetln aufgeriht, aine dem spitlmaister zuegestelt, die ander aber auf die raitcamer geben werden solle. [33.] Item es sollen auch, was so wol durch des spitals züg als gedingte fuerleith für
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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