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Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Seite - 918 -
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Seite - 918 - in Spital als Lebensform - Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2

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918 VIII.7 Niederösterreich: Wiener Neustadt – Bürgerspital (Edition Nr. 136–142) von denena dienstbahren spüttall gründen die schuldige dienst bey [/] denen grundbüchern richtig gemacht, ingleichen zu lesenszeit die zechent, bergrecht unnd dergleichen gebühr von des spitals weingartten bezahlt, wie auch die maischfuehren bey denen zechentnern, bergschreibern, dreissigern unnd dergleichen beambten ordenlich angezaigt unnd angemeldt werden, damit das spitall nit zu schaden khomme. [14.] Zum vierzechenden weilen das spittall ein grundbuech hat, solle spitlmaister zu gewohnlicher Georgi unnd Michaelis zeit, da die dienst fallen, dieselbe ordentlich beschreiben unnd einnemen, desgleichen solle er auch die äckher, wisen unnd andere dienst zu jedesmahlig gebührender zeit in beysein gem(einer) statt verordneten oberraithhandlers vleissig einforderen unnd threulich verraithen. [15.] Zum fünffzehenden so hat auch das spittall ainen traidtzehent zu Lanzenkhirchen, so gemainiglich in bestand verlassen wirdt; auf disen zehent solle spitlmaister vleissige obacht haben unnd denselben mit vorwissen des herrn superintendenten einen solchen bestand mann [/] verlassen, welcher gern zalt unnd bey dem mann des bestands versichert seyn möge, solte aber ins khonfftig die selbe zum spitall selbsten eingebracht werden, wierdet spitlmaister denselben jedesmahls zeitlich außfolchen unnd achtung geben, daß nichts davon entzogen werde. [16.] Zum sechzehenden solle spitlmaister die schlissl zu den kheller, traid unnd meellkhassten niemanden verthrauen, sonder dieselbe selbsten bey handen behalten, auch alles unnd jedes nach der gewohnlichen mass einnemmen unnd ausgeben, damits in seiner raithung kheine irrung mache unnd man wissen möge, was wochentlich aufgehet, daß traid, so auf die mühl gegeben unnd daß mell, so widerumben von der mihl khombt, sambt denen khleiben solle ordentlich auf- unnd abgemessen werden, damit er, spitlmaister, so woll aines als das andere in empfang unnd außgab in seinen raithungen einbringen möge. [17.] Zum sibenzechenden unnd weillen das spittall ein grosses anpau hat, solle spitlmaister [/] zur ährntzeit denen schnittern vleissig nachsehen, alle abgeschnittene mändl auf denen äckhern selbsten abzehlen unnd dieselbe aufmerckhen, das traydt auch bey rechter zeit einführen lassen unnd damit man den treschern, denen die städl miessen anverthraut unnd offen gelassen werden, besser nachsechen unnd auf deren grund khomen möge, solle er jährlichen allsobalden unnd noch in wehrender ährntzeit eine prob zue seiner nachrichtung treschen lassen unnd was dieselbe ertragen wierdet, dessen den herrn superintendenten sich des khonfftigen treschens halber, da etwan eine ungelegenheit fürgehen solte, darnach zurichten, zue wissenschafft erinderen, er solle auch alles ausgetroschenes getraidt, so vom stadl auf den cassten gegeben und geantworttet wierdt, mit dem ordenlichen mezen abmessen lassen, auf die rabisch, wie gebreuchig, in seinem beysein aufschneiden, auch was er jede wochen zu erhaltung der armen leüth, mayrgsinds und viechs herabnimbt, in sein handregister unnd tagzettl, davon hernach meldung beschechen wirdet, fürmerkhen unnd volgends in seine raithung ordentlich eintragen. [/] [18.] Zum achzehenden mit denen schnittern unnd mattern solle spitlmaister jedesmahls in beysein des herrn superintendenten abraithen, ingleichen solle der weingarttkhnecht seine zu jeder arbeyt zeit verrichte weingarttarbeyt dem herrn superintendenten in beysein des spitlmaisters anzaigen, damit an der arbeyt unnd taglohn dem spittall zu schaden nichts übersezt werde. a Folgt dienstbotten, getilgt.
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Spital als Lebensform Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit, Band 2
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Spital als Lebensform
Untertitel
Österreichische Spitalordnungen und Spitalinstruktionen der Neuzeit
Band
2
Autoren
Martin Scheutz
Alfred Stefan Weiß
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC 3.0
ISBN
978-3-205-79639-8
Abmessungen
17.5 x 24.7 cm
Seiten
722
Kategorie
Medizin
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